Lachs: Portionsgewicht, Nährwerte, Zubereitung

Kategorie: Lebensmittel

Rohes Lachsfilet mit Haut auf einem hellen Holzbrett, daneben Zitronenscheiben, Dill und grobes Salz
Ein Filetstück von rund 170 Gramm: die typische Portion Lachs für ein Hauptgericht.

Für ein Lachsfilet als Hauptgericht rechnen wir mit 150 bis 180 Gramm rohem Fisch pro Person. Eine solche Portion bringt etwa 270 bis 325 Kilokalorien mit und liefert rund 2,7 bis 3,3 Gramm der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Auf dieser Seite finden Sie die Portionsgewichte für jeden Zuschnitt, die Nährwerte je 100 Gramm, die passende Kerntemperatur und die amtlichen Hinweise zu Räucherlachs, Graved Lachs und Sushi.

Lachs im Überblick: Zuchtlachs, Wildlachs und Etikett

Lachs gehört zu den beliebtesten Speisefischen in Deutschland und liegt in praktisch jedem Supermarkt in der Kühltheke. Was hier als Lachsfilet verkauft wird, ist fast immer Atlantischer Lachs (Salmo salar) aus Aquakultur. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung stammen rund 90 Prozent unserer Lachse aus norwegischer Aquakultur, und Norwegen produziert mehr als die Hälfte aller weltweit verzehrten Zuchtlachse. Der Fang von Wildlachs ist dagegen zurückgegangen, weil die Bestände schrumpfen.

Als Wildlachs kommt in Deutschland meist pazifischer Lachs auf den Tisch, vor allem Sockeye oder Rotlachs (Oncorhynchus nerka) und Keta (Oncorhynchus keta), häufig aus Alaska und häufig tiefgefroren oder in der Dose. Diese Fische sind magerer, ihr Fleisch ist fester und kräftiger im Geschmack, Sockeye ist dazu sehr intensiv rot. Beim Zuchtlachs stammt die orangerote Farbe aus dem zugelassenen Futterzusatz Astaxanthin, den die Fische im Netzgehege nicht über Krill und Kleinkrebse aufnehmen können. Sensorisch ist Zuchtlachs fetter, milder und saftiger, und genau deshalb mögen ihn viele lieber.

Auf der Packung stehen Handelsbezeichnung, wissenschaftlicher Name, Produktionsmethode (gefangen oder gezüchtet) und Fang- beziehungsweise Erzeugungsgebiet. Ein Blick darauf lohnt, denn Namen führen in die Irre: Alaska-Seelachs ist ein Dorschfisch und kein Lachs, Lachsforelle ist eine Forelle, und Lachsersatz aus Seelachsscheiben ist ebenfalls kein Lachs. Wenn Sie sich in die Warengruppe insgesamt einlesen möchten, hilft unser Überblick zu Fisch; die Unterschiede zu einem anderen fettreichen Klassiker zeigt der Steckbrief zu Thunfisch.

Wie viel wiegt ein Lachsfilet pro Portion?

Rechnen Sie für ein Lachsfilet als Hauptgericht mit 150 bis 180 Gramm rohem Fisch pro Person, mit Haut sind es rund 180 bis 200 Gramm. Wird der Lachs nur Teil einer Pasta, eines Currys oder eines Auflaufs, genügen 80 bis 100 Gramm. Bei Lachssteaks mit Mittelgräte und bei ganzen Fischen brauchen Sie mehr Einkaufsgewicht, weil Gräten, Kopf und Flossen nicht auf den Teller kommen.

Übliche Mengen bei Lachs, Angaben soweit nicht anders genannt als rohes Gewicht
Zuschnitt oder AnlassMenge pro Person
Lachsfilet als Hauptgericht, ohne Haut150 bis 180 g
Lachsfilet als Hauptgericht, mit Haut180 bis 200 g
Lachssteak (Kotelett mit Mittelgräte)200 bis 250 g
Ganzer Lachs oder ganze Seite mit Gräten300 bis 350 g
Lachs in Pasta, Curry, Suppe oder Auflauf80 bis 100 g
Kinderportion Filet80 bis 120 g
Räucherlachs als Brotbelag oder Vorspeise30 bis 50 g
Eine Scheibe Räucherlachs15 bis 25 g
Dose Wildlachs, Nettofüllmenge 213 grund 150 g Abtropfgewicht
150 g rohes Filet nach dem Garenrund 120 bis 130 g
Eine Fischportion nach DGE-Empfehlungrund 120 g, ein bis zwei Mal pro Woche

Zwei Zahlen aus der Tabelle sorgen in der Küche regelmäßig für Diskussionen. Erstens der Garverlust: Lachs verliert beim Braten oder Backen je nach Hitze rund 15 bis 20 Prozent Gewicht, aus 150 Gramm roh werden also etwa 120 bis 130 Gramm auf dem Teller. Zweitens das Abtropfgewicht von Konserven, das je nach Packung schwankt und immer auf dem Etikett steht. Bei Räucherlachs sind die Scheiben unterschiedlich dick geschnitten, eine 100-Gramm-Packung enthält meist vier bis sechs Scheiben.

Nährwerte: Fett, Eiweiß, Omega-3 und Vitamin D

Lachs zählt zu den fettreichen Seefischen. Je 100 Gramm rohem Fisch weist der Bundeslebensmittelschlüssel rund 180 Kilokalorien, 20 Gramm Eiweiß, etwa 11 Gramm Fett und keine Kohlenhydrate aus. Datenbanken speziell für Atlantischen Zuchtlachs kommen auf rund 13 Gramm Fett und etwa 210 Kilokalorien. Diese Spanne ist echt und kein Rundungsfehler: Fütterung, Jahreszeit und Zuschnitt entscheiden mit, ein Bauchlappen ist deutlich fetter als ein Stück vom Rücken. Pazifischer Wildlachs liegt beim Fett meist niedriger.

Interessant ist die Zusammensetzung dieses Fetts. Rund 2,4 Gramm je 100 Gramm sind Omega-3-Fettsäuren, davon etwa 0,7 Gramm EPA und 1,1 Gramm DHA. Diese beiden langkettigen Fettsäuren kann der Körper nur in geringem Umfang selbst bilden, deshalb ist die Zufuhr über das Essen Thema in allen Ernährungsempfehlungen. Für EPA und DHA ist in der EU die Angabe zugelassen, dass sie zu einer normalen Herzfunktion beitragen. Die positive Wirkung stellt sich laut EU-Register der zugelassenen Angaben bei einer täglichen Aufnahme von 250 Milligramm EPA und DHA ein.

Bei den Mikronährstoffen liefert Lachs Vitamin B12 (3,9 Mikrogramm je 100 Gramm) und Selen. Beim Vitamin D gehen die Werte in den Tabellen weit auseinander: Der Bundeslebensmittelschlüssel nennt 4 Mikrogramm je 100 Gramm, andere Datenbanken kommen für Zucht- und Wildlachs auf über 15 Mikrogramm. Wir nennen deshalb bewusst keine punktgenaue Zahl. Und ein Punkt, der oft falsch erzählt wird: Beim Jod ist Lachs mit rund 5 Mikrogramm je 100 Gramm kein Spitzenlieferant, magerer Seefisch wie Kabeljau oder Schellfisch liegt deutlich darüber. Räucherlachs bringt zusätzlich Salz mit, was bei größeren Mengen ins Gewicht fällt.

Typische Nährwerte je 100 g roher Lachs (Filet, ohne Haut)
Nährwertje 100 g roher Lachs (Filet, ohne Haut)
Energie180 kcal / 753 kJ
Eiweiß20 g
Fett11 g (Zuchtlachs bis rund 13 g)
davon Omega-3-Fettsäurenrund 2,4 g
davon EPArund 700 mg
davon DHArund 1.100 mg
Kohlenhydrate0 g
Vitamin B123,9 µg
Vitamin D4 µg laut Bundeslebensmittelschlüssel, andere Datenbanken über 15 µg
Selenrund 25 bis 35 µg (Datenbankwerte weichen je Herkunft ab)
Kalium396 mg
Phosphor232 mg
Jod5 µg
Cholesterin58 mg

Woraus die Energie stammt

  • Fett 11,0 g (55%)
  • Eiweiß 20,0 g (45%)
  • Kohlenhydrate 0,0 g (0%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Lachs roh (Bundeslebensmittelschlüssel)

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Wie oft Lachs? Was DGE und BZfE empfehlen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche und nennt dabei ausdrücklich fettreiche Arten wie Lachs, Makrele, Hering, Forelle und Karpfen. Eine Portion entspricht rund 120 Gramm. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt dieselbe Orientierung: ein bis zwei Portionen à 120 Gramm pro Woche. Wer also einmal in der Woche ein Filet von 150 Gramm isst, ist bei dieser Empfehlung angekommen und muss nicht mehr nachlegen.

Praktisch heißt das bei uns: Lachs ist ein Gericht für einmal die Woche oder für besondere Anlässe, nicht das tägliche Eiweiß. Das hat neben dem Preis auch ökologische Gründe, dazu weiter unten mehr. Die zweite Fischmahlzeit deckt man gut mit magerem Seefisch ab, der mehr Jod mitbringt. Wer keinen Fisch isst, sollte wissen, dass pflanzliche Öle wie Raps- oder Leinöl Alpha-Linolensäure liefern, aber kein EPA und DHA; hier kommen Mikroalgenprodukte in Betracht, bei denen die Hersteller Verzehrmenge und Zusammensetzung klar angeben müssen.

Für Schwangere und Stillende gilt Fisch ausdrücklich nicht als Tabu. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät auch in dieser Zeit zu ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche und zählt Lachs zu den Arten mit niedrigen Methylquecksilbergehalten. Gemieden werden sollen dagegen große, alte Raubfische und ihre Erzeugnisse, etwa Hai (Schillerlocken), Schwertfisch, Buttermakrele, Aal und Thunfisch. Wichtig ist dabei die Zubereitung, und die ist beim Räucherlachs eine andere Frage als beim gegarten Filet.

Einkauf und Frische: worauf wir achten

Frisches Lachsfilet erkennen Sie nach Angaben des BZfE an leicht glasigem, klarem Aussehen und an elastischem, festem Fleisch, dessen Muskelsegmente eng zusammenliegen. Es soll nicht auseinanderfallen, keine Druckstellen zeigen und angenehm nach Meer riechen, nicht tranig oder säuerlich. Bei ganzen Fischen gelten klare, durchsichtige und pralle Augen, hellrote Kiemen, glänzende Haut und festsitzende Schuppen als Frischemerkmale. Milchig weiße Eiweißaustritte oder eine graue Trübung an der Schnittfläche sprechen für längere Lagerung.

Fisch ist eines der empfindlichsten Lebensmittel überhaupt, deshalb gehört er im Einkauf zuletzt in den Wagen und auf dem Heimweg in die Kühltasche. Zu Hause lagert er nach Empfehlung des BZfE an der kältesten Stelle im Kühlschrank, also unten auf der Glasplatte bei null bis vier Grad, abgedeckt und am besten noch am Kauftag verbraucht, spätestens am Tag danach.

Tiefgekühlter Lachs ist qualitativ oft die vernünftigere Wahl, weil er direkt nach dem Fang oder der Schlachtung schockgefrostet wird. Aufgetaut wird er am besten über Nacht im Kühlschrank auf einem Sieb über einer Schale, damit das Tauwasser ablaufen kann. Diese Flüssigkeit gießen wir weg und spülen Sieb und Schale heiß ab, denn hier können sich Keime sammeln. Wer den Fisch paniert oder direkt gart, kann ihn auch gefroren in die Pfanne oder in den Ofen geben.

Zubereitung: Kerntemperatur, Pfanne, Ofen, Pochieren

Lachs verzeiht wenig, weil sein Eiweiß früh gerinnt und das Fett dann austritt. Als Orientierung für den Geschmack gilt: Bei 50 bis 54 Grad Kerntemperatur ist der Fisch zart glasig, bei 55 bis 60 Grad ist er durchgegart und meist noch saftig. Über 60 Grad wird er trocken und faserig, das weiße Eiweiß tritt sichtbar an der Oberfläche aus. Wichtig ist die Unterscheidung zur Lebensmittelsicherheit: Wer vollständig durchgaren will oder muss, zielt auf mindestens 70 Grad Kerntemperatur über zwei Minuten. Diesen Wert nennt das BZfE als Maßstab, bei dem Listerien zuverlässig abgetötet werden. Ein einfaches Einstichthermometer nimmt hier alle Unsicherheit heraus, und zwar zuverlässiger als jede Zeitangabe, weil Filetdicke und Starttemperatur so stark variieren.

In der Pfanne beginnen wir bei Filets mit Haut immer auf der Hautseite, in etwas hitzestabilem Öl, mittlere Hitze, ohne Bewegung, bis die Haut knusprig ist und das Fleisch von unten hell wird. Dann kurz wenden und vom Herd ziehen, der Rest gart nach. Wer die Haut nicht mag, kann sie nach dem Braten abziehen, aber sie schützt das Fleisch und lässt sich knusprig genießen. Im Ofen mögen wir die sanfte Variante: 120 bis 140 Grad, 15 bis 25 Minuten je nach Dicke, das Ergebnis bleibt gleichmäßig saftig. Zum Anbraten passt ein hitzestabiles Öl, mehr dazu im Steckbrief zu Olivenöl.

Beim Pochieren darf der Fond nie kochen, 65 bis 70 Grad genügen, gewürzt mit Salz, Lorbeer, Pfefferkörnern und einer Scheibe Zitrone. Dazu passen ganz klassisch Kartoffeln und eine leichte Sauce. Und noch ein Hygienehinweis, den wir konsequent beachten: rohen Fisch nur auf einem eigenen Brett schneiden, Messer und Hände danach mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen und rohen Fisch nie neben Salat oder Brot ablegen.

Räucherlachs, Graved Lachs und Sushi: die Sicherheitsfragen

Räucherlachs aus dem Kühlregal ist in Deutschland fast immer kalt geräuchert, also bei Temperaturen unter 25 Grad, meist zwischen 15 und 25 Grad. Er ist damit gesalzen und aromatisiert, aber nicht durchgegart. Graved Lachs ist nur in Salz, Zucker und Dill gebeizt und ebenfalls roh. Beide Produkte sind verzehrfertig und werden nicht mehr erhitzt, und genau darin liegt das Problem: Listeria monocytogenes kann sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung hat gezeigt, dass die vorgeschriebenen mikrobiologischen Grenzwerte für verzehrfertige Lebensmittel bei Räucherfisch und Graved Lachs nicht immer eingehalten werden.

Deshalb ist die amtliche Empfehlung eindeutig: Schwangere sollen auf Räucherfisch und gebeizten Fisch verzichten, und dasselbe gilt sinnvollerweise für Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, solange das Produkt nicht vor dem Verzehr vollständig durchgegart wird. Durchgegart heißt hier konkret 70 Grad Kerntemperatur über zwei Minuten, etwa auf einer heißen Quiche oder in einer Pastasauce. Angebrochene Packungen halten sich nur kurz, wir verbrauchen sie am Tag des Öffnens.

Beim Rohverzehr als Sushi, Sashimi oder Tatar kommt ein zweites Thema hinzu: Fischparasiten, vor allem Larven von Fadenwürmern der Gattung Anisakis. Deshalb schreibt die EU-Verordnung (EG) Nr. 853/2004 für Fischereierzeugnisse, die roh oder fast roh verzehrt werden, eine Gefrierbehandlung vor. Der Fisch muss laut Verbraucherzentrale Bayern mindestens 24 Stunden bei minus 20 Grad tiefgefroren gewesen sein, damit Parasiten sicher abgetötet sind. Der Werbebegriff Sushi-Qualität ist rechtlich nicht geschützt, entscheidend ist die Gefrierbehandlung. Wer Graved Lachs selbst beizen möchte, nimmt also Fisch, der zuvor entsprechend durchgefroren war, und fragt im Zweifel an der Fischtheke direkt nach. Frisch gekaufter Fisch ohne diesen Hinweis gehört durchgegart auf den Teller.

Nachhaltigkeit und Schadstoffe ehrlich betrachtet

Zuchtlachs wächst überwiegend in Netzgehegen in Fjorden und im offenen Meer auf, und diese Haltung hat bekannte Schwachstellen. Die Verbraucherzentrale Hamburg verweist auf Daten des norwegischen Veterinärinstituts, nach denen jeder vierte Lachs vorzeitig stirbt und jeder sechste noch vor der Schlachtreife. Die hohe Besatzdichte gilt als idealer Nährboden für Krankheiten und Parasiten wie die Lachslaus. Hinzu kommt das Futter: Lachse sind Raubfische und brauchen Fischmehl und Fischöl, für das Wildfisch wie Hering oder Sardine gefangen wird. Unter den Gehegen sammeln sich Ausscheidungen und Futterreste, und entwichene Zuchtlachse kreuzen sich mit Wildbeständen.

Wer Lachs kauft und darauf achten will, findet Orientierung im WWF-Fischratgeber. Für Zuchtfisch nennt der WWF ASC sowie die Bio-Siegel von Naturland und Bioland als vertrauenswürdige Kennzeichen, weil dort Besatzdichte, Futter und Medikamenteneinsatz strenger geregelt sind. Bei Wildfisch gilt das MSC-Siegel derzeit als umfassendste Orientierungshilfe, in der Praxis betrifft das vor allem pazifischen Lachs aus Alaska. Atlantischer Wildlachs ist wegen der Bestandslage keine Empfehlung. Zertifikate sind kein Freibrief, aber sie sind das beste verfügbare Unterscheidungsmerkmal im Regal.

Bei den Schadstoffen lohnt eine sachliche Einordnung. Methylquecksilber ist in Lachs im Vergleich zu großen, alten Raubfischen wie Hai, Schwertfisch oder Thunfisch gering, das BfR führt Lachs deshalb nicht auf seiner Liste der zu meidenden Arten. Für Dioxine und dioxinähnliche PCB gelten EU-Höchstgehalte, die überwacht werden; weil Zuchtlachs über Fischmehl und Fischöl gefüttert wird, hängen seine Gehalte am Futter, und genau deshalb wird das Futter kontrolliert. Die Empfehlung von ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche berücksichtigt diese Belastungen bereits.

Aufbewahren, Einfrieren und Reste verwerten

Frischer Lachs gehört bei null bis vier Grad in den Kühlschrank und möglichst am Kauftag in die Pfanne. Selbst eingefroren hält fettreicher Fisch kürzer als magerer, weil das Fett mit der Zeit ranzig wird: Zwei bis drei Monate bei minus 18 Grad sind eine realistische Obergrenze, luftdicht verpackt und mit Datum beschriftet. Wieder aufgetauten Fisch frieren wir nicht erneut ein.

Gegarte Reste bewahren wir abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauchen sie innerhalb von einem bis zwei Tagen, entweder kalt oder einmal richtig heiß erwärmt. Sie sind hervorragend in einem Salat mit einem Spritzer Zitrone, in Frikadellen oder unter Pasta mit Spinat. Auch die Haut lässt sich verwerten: in der Pfanne knusprig ausgebraten und gesalzen wird sie zum Snack. Wer den ganzen Fisch nutzt, kocht aus Gräten und Kopf einen Fond, der eingefroren jede Fischsuppe besser macht.

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Häufige Fragen zu Lachs

Wie viel Lachsfilet pro Person?
Als Hauptgericht 150 bis 180 Gramm rohes Filet ohne Haut, mit Haut 180 bis 200 Gramm. Bei Lachssteaks mit Gräte rechnen Sie 200 bis 250 Gramm, bei ganzem Fisch 300 bis 350 Gramm. Für Kinder genügen 80 bis 120 Gramm, in Pasta oder Curry 80 bis 100 Gramm.
Wie viel wiegt eine Scheibe Räucherlachs?
Eine Scheibe wiegt je nach Schnittdicke 15 bis 25 Gramm. Für ein belegtes Brot oder eine kleine Vorspeise rechnen Sie 30 bis 50 Gramm pro Person, eine 100-Gramm-Packung enthält meist vier bis sechs Scheiben.
Wie viel wiegt gegarter Lachs im Vergleich zu rohem?
Lachs verliert beim Garen etwa 15 bis 20 Prozent Gewicht. Aus 150 Gramm rohem Filet werden also rund 120 bis 130 Gramm auf dem Teller. Nährwertangaben beziehen sich meist auf das rohe Gewicht.
Wie oft sollte man Lachs essen?
Die DGE empfiehlt ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche, eine Portion entspricht rund 120 Gramm. Fettreiche Arten wie Lachs sind dabei ausdrücklich genannt. Ein Filet von 150 Gramm pro Woche erfüllt diese Empfehlung, mehr ist nicht nötig.
Bei welcher Kerntemperatur ist Lachs fertig?
Geschmacklich ist er bei 50 bis 54 Grad zart glasig und bei 55 bis 60 Grad durchgegart, aber noch saftig. Über 60 Grad wird er trocken. Wer aus Sicherheitsgründen vollständig durchgaren muss, hält 70 Grad Kerntemperatur über zwei Minuten ein.
Dürfen Schwangere Räucherlachs oder Graved Lachs essen?
Nein. Kalt geräucherter und gebeizter Lachs ist nicht durchgegart und kann Listerien enthalten. Fachstellen wie BfR und BZfE empfehlen Schwangeren den Verzicht, sofern das Produkt nicht vorher auf 70 Grad Kerntemperatur über zwei Minuten erhitzt wird. Gegarter Lachs ist dagegen unproblematisch.
Wildlachs oder Zuchtlachs, was ist die bessere Wahl?
Geschmacklich ist Zuchtlachs fetter und milder, pazifischer Wildlachs magerer und kräftiger. Beim Einkauf gibt der WWF-Fischratgeber Orientierung: bei Zuchtfisch ASC oder Bio nach Naturland beziehungsweise Bioland, bei Wildfisch das MSC-Siegel.

Quellen

  1. DGE: Fisch jede Woche
  2. BZfE: Fisch und Meeresfrüchte, Gesundheit und Umwelt
  3. BZfE: Fisch und Meeresfrüchte, Fang und Zucht
  4. BZfE: Fisch und Meeresfrüchte, vom Einkauf in die Küche
  5. BZfE: Listeriose und Toxoplasmose in der Schwangerschaft
  6. BfR: Grenzwerte für Listerien in Räucherfisch, Graved Lachs und Rohmilchkäse werden nicht immer eingehalten
  7. BfR: Fischverzehr in Schwangerschaft und Stillzeit (PDF)
  8. Nährwertrechner.de: Lachs roh
  9. Verbraucherzentrale Hamburg: Lachs kaufen oder besser lassen?
  10. Verbraucherzentrale Bayern: Was bedeutet Sushi-Qualität?
  11. WWF-Fischratgeber: Kaufempfehlungen
  12. EU-Register der zugelassenen nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.