Zitrone: Gewicht, Saft, Schale und Lagerung im Überblick
Eine mittelgroße Zitrone wiegt rund 100 bis 120 Gramm und liefert etwa 35 bis 50 Milliliter Saft. In unserer Küche ist sie das ganze Jahr über im Einsatz, denn kaum eine andere Frucht bringt so zuverlässig Säure, Duft und Frische an Speisen und Getränke.
Kurzporträt: Was die Zitrone ausmacht
Die Zitrone (Citrus limon) gehört zu den Zitrusfrüchten und stammt ursprünglich aus Asien. Heute kommt sie bei uns fast ausschließlich aus dem Mittelmeerraum, vor allem aus Spanien und Italien, dazu aus der Türkei. Weil in diesen Anbaugebieten zu unterschiedlichen Zeiten geerntet wird, ist die Frucht praktisch ganzjährig verfügbar.
Charakteristisch ist die ausgeprägte Säure. Sie stammt vor allem von der enthaltenen Citronensäure und macht die Zitrone roh zwar kaum genießbar, als Würz- und Frischemittel aber unschlagbar. Wir nutzen an ihr gleich drei Dinge: den Saft zum Säuern, die äußere gelbe Schale für den Abrieb (Zesten) und gelegentlich das Fruchtfleisch selbst. Jeder dieser Teile bringt ein eigenes Aroma mit.
Botanisch ist die Zitrone eine sogenannte Beere mit dicker Schale. Diese Schale besteht aus der gelben, ölreichen Außenhaut (Flavedo) und der weißen, bitteren Innenschicht (Albedo). Für den Abrieb zählt nur das Gelbe, das Weiße schmeckt bitter.
Wie viel wiegt eine Zitrone?
Eine durchschnittliche Zitrone wiegt zwischen 70 und 130 Gramm, eine mittelgroße Frucht liegt bei etwa 100 bis 120 Gramm. Wie schwer die einzelne Frucht ausfällt, hängt stark von Sorte, Schalendicke und Reifegrad ab. Dickschalige Zitronen wiegen bei gleicher Größe mehr, weil die Schale einen guten Teil des Gewichts ausmacht.
| Größe | Gewicht pro Stück | Saftmenge (ca.) |
|---|---|---|
| klein | ca. 70 bis 90 g | 25 bis 35 ml |
| mittel | ca. 100 bis 120 g | 35 bis 50 ml |
| groß | ca. 130 bis 160 g | 50 bis 70 ml |
Als grobe Faustregel gilt: Aus einer mittelgroßen Zitrone lassen sich rund 40 Milliliter Saft und etwa 1 Esslöffel (6 bis 8 Gramm) Schalenabrieb gewinnen. Zimmerwarme, gut ausgereifte Früchte geben deutlich mehr Saft als kalte oder feste Exemplare. Ein kurzes Rollen unter der Handfläche vor dem Auspressen löst zusätzlich Saft.
Braucht ein Rezept eine bestimmte Menge Saft, können Sie ihn statt in Millilitern auch abwiegen: 1 Milliliter Zitronensaft wiegt ungefähr 1 Gramm. So kommen Sie ganz ohne Messbecher aus.
Nährwerte der Zitrone
Die Zitrone ist kalorienarm und besteht zu rund 90 Prozent aus Wasser. Ihr bekanntester Inhaltsstoff ist Vitamin C: 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten etwa 53 Milligramm. Nach EU-Vorgaben trägt Vitamin C zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. In der Praxis essen wir eine Zitrone allerdings selten am Stück, sondern nutzen meist nur den Saft, sodass die tatsächlich aufgenommene Menge geringer ausfällt.
Auffällig ist der hohe Anteil an Citronensäure, der für den sauren Geschmack sorgt. Zucker enthält die Frucht dagegen nur wenig. Neben Vitamin C liefert die Zitrone in kleineren Mengen Kalium sowie etwas Calcium und Magnesium. Die genauen Werte schwanken je nach Sorte und Reife.
| Nährwert | je 100 g essbarer Anteil (Fruchtfleisch, roh) |
|---|---|
| Wasser | ca. 90 g |
| Vitamin C | ca. 53 mg |
| Kalium | ca. 149 mg |
| Calcium | ca. 11 mg |
| Magnesium | ca. 28 mg |
| Ballaststoffe | ca. 1,3 g |
| Zucker | ca. 2,5 g |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,6 g (26%)
- Eiweiß 0,7 g (13%)
- Kohlenhydrate 3,2 g (61%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: naehrwertrechner.de - Zitrone
Sorten und Verwandtschaft
Im Handel finden Sie meist keine Sortennamen, sondern schlicht "Zitronen". Dahinter stecken vor allem ertragreiche Sorten wie Primofiori und Verna aus Spanien oder Femminello aus Italien. Sie unterscheiden sich in Schalendicke, Kernanzahl und Saftgehalt, im Alltag sind diese Unterschiede aber gering.
Eine Besonderheit ist die Meyer-Zitrone, eine Kreuzung aus Zitrone und Orange oder Mandarine. Sie ist dünnschaliger, milder und weniger sauer und eignet sich gut für Desserts. Verwechseln sollten Sie die Zitrone nicht mit der Limette: Limetten sind kleiner, grün, herber und stammen von einer anderen Art (Citrus aurantiifolia). In vielen Rezepten lassen sich beide ersetzen, das Aroma verschiebt sich dabei aber merklich.
Saft, Schale und Abrieb richtig nutzen
Der Saft ist der vielseitigste Teil. Er säuert Salatdressings, Suppen und Fischgerichte, bindet als natürliche Säure den Geschmack ab und verhindert, dass aufgeschnittenes Obst wie Apfel oder Avocado braun wird. Ein Spritzer Zitrone frischt viele Gerichte im letzten Moment auf.
Für den Abrieb, die Zesten, reiben Sie nur die dünne gelbe Außenschicht ab. Sie steckt voller aromatischer ätherischer Öle und bringt Zitrusduft in Kuchen, Risotto oder Marinaden, ohne zusätzliche Säure. Sobald die weiße Schicht mitgerieben wird, wird es bitter. Ein feiner Zestenreißer oder eine feine Reibe helfen dabei.
Wichtig ist dabei: Zum Abreiben oder Mitkochen der Schale sollten Sie ausschließlich unbehandelte Früchte verwenden. Was das genau bedeutet, klären wir im nächsten Abschnitt.
Bio oder unbehandelt: Worauf es bei der Schale ankommt
Konventionelle Zitronen werden nach der Ernte häufig mit Konservierungsstoffen und Wachs behandelt, damit sie auf dem langen Transportweg nicht verderben und länger frisch aussehen. Diese Mittel sitzen auf der Schale. Wer die Schale verwenden möchte, greift deshalb besser zu Früchten mit dem Hinweis unbehandelt.
Ein wichtiger Unterschied, den viele nicht kennen: Der Hinweis unbehandelt bezieht sich nur auf die Behandlung nach der Ernte. Während die Früchte am Baum hingen, können durchaus Pflanzenschutzmittel eingesetzt worden sein. Nur Bio-Zitronen sind zusätzlich auch im Anbau nach den Regeln des ökologischen Landbaus erzeugt. Für Abrieb und kandierte Schale ist Bio-Ware daher die sicherste Wahl.
Auch unbehandelte Zitronen sollten Sie vor der Verwendung der Schale kurz unter warmem Wasser abwaschen und trockenreiben. Selbst Bio-Früchte tragen manchmal eine dünne Schicht aus zugelassenem Bienen- oder Pflanzenwachs, das lediglich vor dem Austrocknen schützt.
Zitronen richtig lagern
Zitronen halten sich am längsten bei etwa 10 bis 15 Grad, also kühler als Zimmertemperatur, aber nicht eiskalt. Ideal ist ein kühler, dunkler Ort wie eine Speisekammer. Dort bleiben die Früchte oft ein bis zwei Wochen frisch.
Im Kühlschrank halten Zitronen zwar noch länger, teils bis zu vier Wochen, verlieren aber bei der kalten Lagerung etwas Aroma und die Schale kann härter werden. Wenn Sie die Früchte ohnehin bald verbrauchen, lagern Sie sie ruhig offen in einer Schale bei Raumtemperatur, aber nicht in der Sonne.
Ein paar praktische Hinweise aus unserer Küche: Nehmen Sie die Früchte aus dem engen Einkaufsnetz und lagern Sie sie mit etwas Abstand zueinander, damit sich Schimmel nicht ausbreitet. Eine angeschnittene Zitrone wickeln Sie mit der Schnittfläche nach unten in Frischhaltefolie oder legen sie in ein Glas und stellen sie in den Kühlschrank. Ausgepressten Saft können Sie portionsweise in Eiswürfelformen einfrieren.
Säure und Zahnschmelz: ein Hinweis zum Genuss
Die kräftige Säure der Zitrone ist ihr Markenzeichen, verlangt aber etwas Umsicht. Regelmäßiges, pures Trinken von Zitronensaft oder stark säurehaltigem Zitronenwasser kann den Zahnschmelz mit der Zeit angreifen. Wer gern Zitronenwasser trinkt, verdünnt es gut, trinkt es zügig statt über Stunden zu nippen und putzt die Zähne nicht unmittelbar danach, sondern wartet eine Weile.
Für die normale Verwendung als Würzmittel in Speisen ist das kein Thema. Hier gelangt nur wenig Säure an die Zähne, und der Säuregeschmack rundet Gerichte angenehm ab.
Häufige Fragen zu Zitrone
Wie viel wiegt eine Zitrone?
Wie viel Saft gibt eine Zitrone?
Was bedeutet der Unterschied zwischen unbehandelt und Bio?
Haben Zitronen eine bestimmte Saison?
Wie lagert man Zitronen am besten?
Quellen
- naehrwertrechner.de - Zitrone
- Kaufland Lebensmittellexikon - Zitrone
- Utopia - Zitronen aufbewahren: So lagerst du sie richtig
- EAT SMARTER - Zitrone: Kalorien & Nährwerte
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.