Quinoa: Menge pro Person, Nährwerte, Zubereitung

Kategorie: Lebensmittel

Quinoa wird trocken gewogen und quillt beim Kochen stark auf: Rechnen Sie mit 60 bis 80 g rohen Quinoa-Samen pro Person, daraus werden gekocht rund 180 bis 240 g. Die kleinen Samen stammen von einer Pflanze aus den Anden, sind botanisch kein Getreide und von Natur aus glutenfrei. Auf dieser Seite finden Sie die haushaltsüblichen Mengen, die Nährwerte je 100 g trocken, die Sache mit den Saponinen in der Schale und eine ehrliche Einordnung von Preis und Herkunft.

Quinoa kurz erklärt: Pseudogetreide aus den Anden

Quinoa (botanisch Chenopodium quinoa) ist ein Pseudogetreide. Gemeint ist damit: Die Samen werden in der Küche wie Getreide verwendet, die Pflanze gehört aber in eine ganz andere Verwandtschaft. Quinoa zählt zu den Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae) und ist damit botanisch mit Spinat, Mangold, Roter Bete und dem heimischen Weißen Gänsefuß verwandt, nicht mit Weizen, Dinkel oder Roggen. Der erste Teil des botanischen Namens verrät es: Chenopodium ist die Gattung der Gänsefüße.

Angebaut wird Quinoa seit Jahrtausenden im Hochland der Anden, vor allem in Peru und Bolivien. Gegessen werden die kleinen, flachen, linsenförmigen Samen mit einem sichtbaren Keimring, der sich beim Kochen ablöst und für den typischen leichten Biss sorgt. Das Bundeszentrum für Ernährung führt Quinoa gemeinsam mit Amarant und Buchweizen als die drei bekanntesten Pseudogetreide und ordnet die Nährstoffe so ein: Quinoa enthält in etwa so viel Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett wie Haferflocken.

Weil kein Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel im Spiel ist, sind Quinoa-Samen von Natur aus glutenfrei. Wer wegen einer Zöliakie strikt glutenfrei essen muss, sollte trotzdem auf die Kennzeichnung achten, denn Quinoa-Mehle und Flocken werden manchmal in Betrieben verarbeitet, in denen auch glutenhaltiges Getreide läuft. Bei uns landet Quinoa vor allem als Salatbasis und als Beilage auf dem Tisch, weil er schneller gar ist als die meisten Vollkorn-Alternativen.

Wie viel Quinoa pro Person? Trockengewicht und Quellfaktor

Für eine Beilage rechnen Sie 60 g rohen Quinoa pro Person, für ein Hauptgericht oder eine Salatbasis 80 g; das sind je nach Löffel etwa 5 bis 8 gestrichene Esslöffel und ergeben gekocht rund 180 bis 240 g. Entscheidend ist, dass Sie immer klar sagen, welches Gewicht gemeint ist, denn Quinoa verdreifacht beim Garen etwa sein Gewicht. Der Quellfaktor liegt bei rund 3.

Praktisch heißt das: Eine 250-g-Packung reicht für drei bis vier Portionen als Beilage. Als Einlage in Suppe, Bowl oder Salat genügen 30 bis 40 g pro Person, weil dann Gemüse, Hülsenfrüchte oder Käse den Hauptteil ausmachen. Wir wiegen die Samen inzwischen ab, statt mit Löffeln zu hantieren, weil gehäufte und gestrichene Esslöffel je nach Löffelgröße um mehrere Gramm auseinanderliegen. Die Löffelwerte in der Tabelle sind deshalb Näherungen, die Gramm- und Milliliter-Angaben sind die verlässlichen Größen.

Quinoa-Mengen: trocken gewogen und nach dem Kochen (Quellfaktor rund 3)
EinheitQuinoa trockenergibt gekocht
1 Teelöffel, gestrichenca. 4 gca. 12 g
1 Esslöffel, gestrichenca. 10 bis 12 gca. 30 bis 36 g
1 Esslöffel, gehäuftca. 15 gca. 45 g
100 ml im Messbecherca. 75 gca. 225 g
1 Tasse, 250 mlca. 185 gca. 555 g
Beilage, 1 Person60 g (rund 5 bis 6 gestrichene EL)ca. 180 g
Hauptgericht oder Salatbasis, 1 Person80 g (rund 7 bis 8 gestrichene EL)ca. 240 g
Einlage in Suppe oder Bowl, 1 Person30 bis 40 gca. 90 bis 120 g
Kleine Kinderportion30 gca. 90 g
Packung 250 g250 gca. 750 g, also 3 bis 4 Beilagen-Portionen

Die Wassermenge richtet sich nach dem Trockengewicht: Auf 100 g Quinoa kommen 200 ml Wasser, auf 60 g also 120 ml und auf eine 250-g-Packung 500 ml. Mehr dazu im Abschnitt zum Kochen.

Nährwerte von Quinoa je 100 g trocken

Die folgenden Werte beziehen sich auf 100 g rohe, ungekochte Quinoa-Samen. Das ist ungefähr das Anderthalbfache einer Beilagen-Portion, deshalb lohnt der Blick auf die zweite Zahl: Weil sich das Gewicht beim Kochen etwa verdreifacht, verteilt sich dieselbe Energie auf die dreifache Menge, gekochter Quinoa liegt damit bei rund 120 kcal je 100 g.

Auffällig ist der Eiweißanteil von rund 13 g je 100 g trocken. Quinoa liefert alle essenziellen Aminosäuren in nennenswerter Menge, deshalb wird das Protein als biologisch hochwertig eingeordnet. Die Verbraucherzentrale nennt Quinoa vor allem für vegan lebende Menschen eine attraktive Eiweißquelle und weist darauf hin, dass die Samen für ein pflanzliches Lebensmittel viel Eisen enthalten. Dazu kommen Magnesium, Kalium und Phosphor sowie rund 7 g Ballaststoffe. Je nach Nährwertdatenbank schwanken die Angaben etwas, für Eisen finden Sie Werte zwischen rund 3 und 4,6 mg je 100 g; wir halten uns hier durchgängig an die Zahlen des Nährwertrechners.

Wichtig für die Einordnung: Pflanzliches Eisen wird vom Körper schlechter aufgenommen als Eisen aus Fleisch, und die in Quinoa enthaltenen Phytate bremsen die Aufnahme zusätzlich. Eine Portion Quinoa deckt den Eisenbedarf also nicht im Alleingang. Wer den Eisengehalt einer Mahlzeit im Blick hat, kombiniert Quinoa gern mit Vitamin-C-reichem Gemüse wie Paprika oder mit einem Spritzer Zitrone im Salat, denn Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.

Typische Nährwerte je 100 g trocken (rohe, ungekochte Quinoa-Samen)
Nährwertje 100 g trocken (rohe, ungekochte Quinoa-Samen)
Energie366 kcal
Eiweiß13 g
Fett6 g
Kohlenhydrate64 g
Ballaststoffe7 g
Magnesium204 mg
Eisen3,0 mg
Zink2,3 mg
Kalium579 mg
Phosphor610 mg
Calcium26 mg

Woraus die Energie stammt

  • Fett 6,0 g (15%)
  • Eiweiß 13,0 g (14%)
  • Kohlenhydrate 64,0 g (71%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Quinoa roh, Nährwerte je 100 g

Saponine: warum Quinoa gewaschen wird

In der äußeren Schicht der Quinoa-Samen sitzen Saponine. Das sind natürliche Bitterstoffe, mit denen sich die Pflanze gegen Pilze und Insekten wehrt. Für die Küche sind sie vor allem ein Geschmacksthema: Unbehandelter Quinoa schmeckt seifig-bitter und lässt sich mit Gewürzen kaum retten. Saponine sind wasserlöslich, deshalb lassen sie sich mit kaltem Wasser gut abspülen.

So machen wir es: Die abgewogene Menge in ein feinmaschiges Sieb geben, unter kaltem Wasser abbrausen und mit der Hand oder einem Löffel durchrühren, bis das ablaufende Wasser klar bleibt und nicht mehr schäumt. Das dauert je nach Menge eine halbe bis eine Minute. Ein groberes Nudelsieb ist ungeeignet, die Samen sind klein genug, um durchzurutschen. Einweichen ist nicht nötig, Waschen genügt.

Handelsware in Deutschland ist in der Regel bereits maschinell geschält oder gewaschen, oft steht ein Hinweis wie "vorgewaschen" auf der Packung. Trotzdem empfehlen die meisten Hersteller ein kurzes Abspülen, und wir halten uns daran, weil sich die Reste je nach Charge deutlich unterscheiden. In der Fachinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird die Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung wiedergegeben, nach der Saponine die Membrandurchlässigkeit beeinflussen und hämolytisch wirken können und es deshalb auf Qualität und Reinheit der verwendeten Produkte ankommt. Durch Schälen und Waschen lässt sich der Saponingehalt weitgehend verringern.

Quinoa richtig kochen: Verhältnis, Zeit, Konsistenz

Das Grundverhältnis ist einfach: ein Teil Quinoa auf zwei Teile Wasser, gemessen in Gramm zu Millilitern. 100 g Quinoa brauchen also 200 ml Wasser, 60 g brauchen 120 ml und 250 g brauchen 500 ml. Den gewaschenen Quinoa mit dem kalten Wasser und einer Prise Salz aufsetzen, aufkochen, dann Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel etwa 12 bis 15 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend den Topf vom Herd ziehen und weitere 5 Minuten mit Deckel nachquellen lassen, danach mit der Gabel auflockern.

Fertig ist Quinoa, wenn die Samen durchscheinend geworden sind und sich der kleine helle Keimring ringförmig abgelöst hat. Das ist das verlässlichere Zeichen als die Uhr, denn rote und schwarze Sorten brauchen ein paar Minuten länger als weißer Quinoa, bei ihnen dürfen es bis zu 20 Minuten sein. Bleibt am Boden noch Wasser stehen, war die Hitze zu niedrig oder der Deckel undicht; dann einfach kurz offen weiterköcheln lassen.

Für Salate lohnt eine Variante mit etwas weniger Wasser, damit die Samen körniger bleiben und nicht verkleben. Wer es lockerer mag, gart Quinoa wie Nudeln in reichlich Salzwasser und gießt ab. Als Beilage behandeln wir Quinoa genauso wie Reis, nur mit deutlich kürzerer Garzeit. Gekochter Quinoa hält sich abgedeckt zwei bis drei Tage im Kühlschrank und lässt sich portionsweise einfrieren, was Meal Prep sehr erleichtert. Zum Aufwärmen erhitzen Sie ihn richtig durch, wie bei gekochtem Reis auch.

Weißer, roter und schwarzer Quinoa

Im Handel finden Sie drei Farben, die von unterschiedlichen Sorten derselben Art stammen. Weißer oder elfenbeinfarbener Quinoa ist der mildeste und am weitesten verbreitete. Er wird am schnellsten weich, schmeckt leicht nussig und ist die unauffälligste Variante für Beilagen, Bratlinge und Frühstücksbrei.

Roter Quinoa hat einen kräftigeren, erdigeren Geschmack und bleibt beim Kochen bissfester. Das macht ihn zur ersten Wahl für Salate, weil die Samen auch nach dem Anmachen mit Dressing nicht zerfallen. Schwarzer Quinoa ist die festeste und erdigste Variante mit der längsten Garzeit, dafür sieht er in Bowls sehr gut aus. Dreifarbige Mischungen sind ein Kompromiss: Sie sehen hübsch aus, garen aber ungleichmäßig, weil die weißen Samen früher fertig sind als die schwarzen.

Nährstoffseitig sind die Unterschiede zwischen den Farben klein und für die Praxis wenig relevant. Wichtiger ist die Verarbeitung: Quinoa-Flocken sind gewalzt und quellen schneller, Quinoa-Mehl eignet sich in Anteilen für glutenfreies Gebäck, gepuffter Quinoa ist eine knusprige Müsli-Zutat. Bei allen drei Formen lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, denn Fertigmischungen enthalten oft weitere Zutaten wie Zucker oder Getreideflocken.

Herkunft, Preis und Nachhaltigkeit ehrlich betrachtet

Der größte Teil des in Deutschland verkauften Quinoa kommt weiterhin aus Peru und Bolivien, wo die Pflanze bis in Höhen von rund 4.000 Metern gut mit Trockenheit, Kälte und salzhaltigen Böden zurechtkommt. Das erklärt einen Teil des Preises: Der Weg ist lang, die Ernte aufwendig, und die Samen müssen vor dem Export von den Saponinen befreit werden. Im Supermarkt liegt Quinoa deutlich über dem Kilopreis der meisten heimischen Getreide, Bio-Ware entsprechend höher.

Die Verbraucherzentrale ordnet den Superfood-Boom nüchtern ein: Wenn traditionelle Lebensmittel plötzlich weltweit nachgefragt werden, können aus kleinbäuerlichem Anbau große Monokulturen entstehen, und steigende Preise können dazu führen, dass die Menschen vor Ort ihr eigenes Grundnahrungsmittel schlechter bezahlen können. Dazu kommen die langen Transportwege. Als heimische Alternative mit ebenfalls wertvollem Protein und reichlich Eisen nennt die Verbraucherzentrale ausdrücklich Hirse, die auch in Deutschland wächst und ebenfalls glutenfrei ist.

Es gibt inzwischen aber auch europäischen Quinoa. In Frankreich läuft der Anbau am längsten und im größten Umfang, in Deutschland bauen bislang nur einige Dutzend Betriebe Quinoa an. Woran es hakt, beschreibt das Portal Pflanzenforschung.de: Quinoa reagiert stark auf die Tageslänge, deshalb arbeiten mehrere deutsche Universitäten und das Julius-Kühn-Institut an Sorten, die zu den langen Tagen und kurzen Sommern in Mitteleuropa passen. Wenn wir Quinoa kaufen, schauen wir deshalb aufs Herkunftsland und wechseln im Alltag bewusst zwischen Quinoa, Hirse, Buchweizen und heimischem Vollkorn ab. Das ist günstiger und bringt mehr Abwechslung auf den Teller.

Was Sie beim Verzehr beachten sollten

Immer garen, nicht roh essen: Rohe Quinoa-Samen sind wegen der Saponine bitter und schwer verdaulich. Waschen und Kochen gehören deshalb dazu. Eine amtliche Höchstmenge gibt es für Quinoa nicht, die Samen sind ein ganz normales Lebensmittel und kein zulassungspflichtiges Novel Food.

Cadmium: In der MEAL-Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung lag der mittlere Cadmiumgehalt von Quinoa bei 0,043 mg/kg und damit auf dem Niveau von Buchweizen; Hirse (0,019 mg/kg) und Amarant (0,016 mg/kg) lagen niedriger. Das BfR betont, dass sich Cadmium in Lebensmitteln nicht vollständig vermeiden lässt, und empfiehlt eine vielfältige, abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, um die Aufnahme unerwünschter Stoffe möglichst gering zu halten. Für den Alltag heißt das: Quinoa gern regelmäßig, aber nicht jeden Tag als einzige Beilage.

Oxalate und Phytate: Quinoa enthält, wie Amarant, vergleichsweise hohe Gehalte an Oxalaten und Phytaten. Beide können die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen verringern. Wer wegen Nierensteinen auf eine oxalatarme Kost achten soll, klärt den Verzehr besser individuell ab.

Säuglinge und Kleinkinder: Die Fachinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung wieder, nach der sich für den deutschen Markt derzeit keine verlässliche Aussage treffen lässt, ob Amarant und Quinoa für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind; genannt werden Saponine, Oxalate, Phytate und Isoflavone. Verwendet werden sollten nur Produkte, deren Qualität und Reinheit ausreichend belegt sind. Für Beikost und Kleinkindkost greifen wir deshalb lieber auf Getreide zurück, für das es klare Empfehlungen gibt.

Allergien und Verträglichkeit: Allergische Reaktionen auf Quinoa sind selten, aber in Einzelfällen beschrieben. Wer die Samen erstmals isst, beginnt mit einer kleinen Menge. Und weil Quinoa mit rund 7 g Ballaststoffen je 100 g trocken kein Leichtgewicht ist, kann eine ungewohnt große Portion zu Blähungen führen. Steigern Sie die Menge langsam, trinken Sie ausreichend dazu und garen Sie die Samen gründlich, das verbessert die Verträglichkeit.

Einkauf, Lagerung und Ideen aus unserer Küche

Auf der Packung sollte im Idealfall nur eine Zutat stehen. Achten Sie auf Herkunftsangabe, auf den Hinweis "vorgewaschen" und, wenn Sie glutenfrei essen müssen, auf eine entsprechende Kennzeichnung. Rohe Quinoa-Samen lagern trocken, dunkel und gut verschlossen; wegen des Fettanteils von rund 6 g je 100 g werden sie mit der Zeit ranzig, ein Vorratsglas im dunklen Schrank ist besser als die offene Tüte. Riechen die Samen kratzig oder ölig, gehören sie nicht mehr in den Topf.

In der Küche ist Quinoa unkompliziert. Wir machen daraus am häufigsten einen Salat mit Gurke, Tomate, Frühlingszwiebel, Zitrone und Olivenöl, weil das kalt gut durchzieht und sich für den nächsten Tag lohnt. Als Beilage ersetzt Quinoa Reis oder Kartoffeln, mit Ei und Gemüse werden aus dem Rest Bratlinge, und in Bratlingsteig verträgt er sich gut mit Linsen oder Kichererbsen. Süß funktioniert Quinoa als Frühstücksbrei, in Milch oder Pflanzendrink gekocht, mit Zimt und Obst.

Ein Tipp aus der Praxis: Kochen Sie gleich die doppelte Menge. Gekochter Quinoa ist kalt genauso brauchbar wie warm, und aus dem Rest wird am nächsten Tag ohne Aufwand eine Bowl oder eine Suppeneinlage. Genau das ist für uns der eigentliche Vorteil dieser Samen im Alltag.

Häufige Fragen zu Quinoa

Wie viel Quinoa rechnet man pro Person?
Als Beilage 60 g trocken, für ein Hauptgericht oder als Salatbasis 80 g. Das sind je nach Löffel etwa 5 bis 8 gestrichene Esslöffel und ergeben gekocht rund 180 bis 240 g. Als Einlage in Suppe oder Bowl genügen 30 bis 40 g pro Person.
Wie viel wiegt ein Esslöffel Quinoa?
Ein gestrichener Esslöffel rohe Quinoa-Samen wiegt etwa 10 bis 12 g, ein gehäufter etwa 15 g. 100 ml im Messbecher entsprechen rund 75 g, eine Tasse mit 250 ml rund 185 g. Genauer ist es, die Menge abzuwiegen.
Welches Verhältnis von Quinoa zu Wasser ist richtig?
Ein Teil Quinoa auf zwei Teile Wasser, also 100 g Quinoa auf 200 ml und 60 g auf 120 ml. Aufkochen, dann etwa 12 bis 15 Minuten bei geschlossenem Deckel leise köcheln und 5 Minuten nachquellen lassen.
Wie viele Kalorien hat gekochter Quinoa?
Rund 120 kcal je 100 g. Trocken sind es 366 kcal je 100 g; weil sich das Gewicht beim Kochen etwa verdreifacht, verteilt sich dieselbe Energie auf die dreifache Menge.
Muss ich gekauften Quinoa noch abspülen?
Meistens ist Handelsware vorgewaschen. Wir spülen die Samen trotzdem kurz in einem feinmaschigen Sieb unter kaltem Wasser ab, bis das Wasser klar bleibt, weil Saponinreste je nach Charge bitter schmecken können. Einweichen ist nicht nötig.
Ist Quinoa glutenfrei?
Ja, Quinoa ist als Pseudogetreide von Natur aus glutenfrei. Bei Zöliakie sollten Sie bei Mehlen, Flocken und Fertigmischungen zusätzlich auf die Glutenfrei-Kennzeichnung achten, weil in der Verarbeitung Spuren aus glutenhaltigem Getreide möglich sind.
Dürfen Kleinkinder Quinoa essen?
Die Fachinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung wieder: Für den deutschen Markt lässt sich derzeit nicht verlässlich sagen, ob Amarant und Quinoa für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind, genannt werden Saponine, Oxalate, Phytate und Isoflavone. Für Beikost sind bewährte Getreidesorten die sicherere Wahl.

Quellen

  1. BZfE: Getreide-ABC: Pseudogetreide
  2. Verbraucherzentrale: Superfood: Diese Alternativen sind gesund und günstig
  3. Verbraucherzentrale: Superfood: Hype um Früchte und Samen
  4. BfR: BfR-MEAL-Studie zu Cadmium in Lebensmitteln
  5. DGE: Pseudogetreide in der Säuglings- und Kleinkindernährung
  6. Nährwertrechner.de: Quinoa roh, Nährwerte je 100 g
  7. Pflanzenforschung.de: Quinoa für Deutschland

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.