Cashewkerne: Nährwerte, Handvoll-Gewicht, Küche und Einkauf
Eine kleine Handvoll Cashewkerne wiegt etwa 25 g, das sind rund 15 bis 18 ganze Kerne und ungefähr 142 kcal. Genau 25 g nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihren Orientierungswerten als tägliche Portion für Nüsse und Samen. Cashewkerne liefern je 100 g rund 42 g Fett, 18 g Eiweiß und mit etwa 31 g deutlich mehr Kohlenhydrate als die meisten anderen Nüsse. Und sie haben eine Besonderheit, die viele überrascht: wirklich rohe Cashewkerne gibt es im Handel nicht.
Cashewkerne im Überblick: der Samen einer tropischen Schalenfrucht
Cashewkerne wachsen am Cashewbaum, botanisch Anacardium occidentale, einem immergrünen Baum aus der Familie der Sumachgewächse. Ursprünglich stammt er aus dem Nordosten Brasiliens, angebaut wird er heute in vielen tropischen Regionen. Den größten Anteil an Weltproduktion und Export haben Vietnam, Indien, die Elfenbeinküste und Nigeria.
Botanisch ist die Sache etwas verwickelt, und das erklärt einiges am Preis. Was aussieht wie eine birnenförmige Frucht, ist der Cashewapfel, eine Scheinfrucht aus dem verdickten Blütenstiel. Er ist essbar, sehr saftig und kaum transportfähig, weshalb er bei uns praktisch nie im Handel landet. An seinem unteren Ende hängt die eigentliche Frucht: eine nierenförmige Schalenfrucht, in der genau ein Samen sitzt. Dieser Samen ist der Cashewkern. Im Lebensmittelrecht und in der Ernährungsberatung läuft er trotzdem unter den Nüssen beziehungsweise Schalenfrüchten, so wie auch Mandeln, die botanisch Steinfruchtkerne sind.
Bei uns steht meist eine geschlossene Dose mit Cashewkernen im Vorratsschrank, weil offene Schalen im Wohnzimmer erfahrungsgemäß innerhalb einer Stunde leer sind. Der milde, leicht süßliche Geschmack und die weiche, fast buttrige Textur machen sie zur unauffälligsten Nuss im Regal: Sie passen in süße wie in herzhafte Gerichte, ohne den Ton anzugeben. Eine Übersicht über die anderen Sorten finden Sie in unserem Steckbrief zu Nüssen.
Wie viel wiegt eine Handvoll Cashewkerne?
Eine kleine Handvoll Cashewkerne wiegt etwa 25 g, das entspricht rund 15 bis 18 ganzen Kernen und etwa 142 kcal. Eine große Hand fasst eher 30 bis 35 g. Weil Cashewkerne nach Größenklassen sortiert werden, schwankt die Stückzahl: Ein Kern der weltweit häufigsten Klasse W320 wiegt rund 1,4 g, ein großer Kern der Klasse W240 knapp 1,9 g. Die Zahl hinter dem W gibt an, wie viele ganze Kerne in ein englisches Pfund (453,6 g) passen, daraus lassen sich die Stückgewichte direkt ausrechnen.
| Menge | Gewicht | Entspricht etwa |
|---|---|---|
| 1 Cashewkern, Klasse W320 | ca. 1,4 g | 8 kcal |
| 1 Cashewkern, Klasse W240 | ca. 1,9 g | 11 kcal |
| 1 Teelöffel, gehackt | ca. 5 g | 28 kcal |
| 1 Esslöffel, gestrichen, ganze Kerne | ca. 10 g | 6 bis 7 Kerne, 57 kcal |
| 1 Esslöffel, gehäuft, ganze Kerne | ca. 15 g | 10 Kerne, 85 kcal |
| 1 kleine Handvoll (DGE-Tagesportion) | ca. 25 g | 15 bis 18 Kerne, 142 kcal |
| 1 große Handvoll | ca. 30 bis 35 g | 20 bis 25 Kerne, 170 bis 200 kcal |
| 1 Messbecher 250 ml, ganze Kerne | ca. 140 g | 795 kcal |
| 1 Esslöffel Cashewmus | ca. 16 g | rund 95 kcal |
| Handelsübliche Packung | 200 g bis 1.000 g | 8 bis 40 Tagesportionen |
Für die Küche ist eine Sache wichtig: Rezepte geben bei Cashewkernen fast immer das Trockengewicht an, auch wenn die Kerne vor dem Pürieren eingeweicht werden. Eingeweichte Kerne nehmen Wasser auf und werden weicher, ein nutzbarer Gewichtszuwachs wie bei Hülsenfrüchten entsteht dabei aber nicht. Für rund 250 g Cashewmus brauchen Sie also etwa 250 g Kerne und bei Bedarf einen Löffel neutrales Öl. Wer nach Rezept eine Sahnealternative oder eine Käsealternative herstellt, rechnet meist mit 100 bis 150 g eingeweichten Kernen auf 200 ml Wasser.
Bei gerösteter und gesalzener Ware lohnt der Blick auf die Nährwerttabelle der Packung. Durch Röstöl und Salz verschieben sich Fett- und Salzgehalt nach oben, das Gewicht pro Kern bleibt dagegen praktisch gleich. Wer die Menge im Griff behalten möchte, wiegt die Portion einmal ab und merkt sich das Bild in der Schale. Bei uns funktioniert das deutlich besser als Schätzen aus der offenen Tüte.
Nährwerte je 100 g: viel Fett, viel Eiweiß, ungewöhnlich viele Kohlenhydrate
Cashewkerne sind, wie alle Nüsse, energiedicht. Rund 568 kcal je 100 g kommen zum größten Teil aus dem Fett, das überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren besteht, vor allem Ölsäure. Auffällig ist der Vergleich innerhalb der Warengruppe: Mit etwa 42 g Fett je 100 g liegen Cashewkerne unter Mandeln (rund 53 g) und deutlich unter Walnüssen (rund 71 g). Dafür enthalten sie mit rund 31 g je 100 g etwa fünfmal so viele Kohlenhydrate wie Mandeln oder Walnüsse, die beide bei etwa 6 g liegen. Das erklärt den leicht süßlichen, mehligen Geschmackseindruck.
Mit rund 18 g je 100 g liefern Cashewkerne eine für pflanzliche Lebensmittel beachtliche Eiweißmenge. Zum Vergleich: frischer Tofu kommt je nach Festigkeit auf etwa 8 bis 16 g Eiweiß je 100 g, enthält allerdings auch sehr viel mehr Wasser. An Mineralstoffen fallen bei Cashewkernen Magnesium (rund 270 mg je 100 g), Kalium, Phosphor, Eisen (rund 2,8 mg) und Kupfer auf. Beim Kupfer gehen die Datenbanken auseinander: Der Bundeslebensmittelschlüssel führt rund 3,7 mg je 100 g, andere Datenbanken liegen näher bei 2,2 mg. Der Ballaststoffgehalt ist mit rund 3 g je 100 g dagegen niedrig, Mandeln liefern etwa 11 g.
Eine Einordnung, die uns wichtig ist: Wir formulieren hier bewusst keine gesundheitlichen Wirkungen. Nährstoffgehalte beschreiben die Zusammensetzung eines Lebensmittels, nicht eine Wirkung auf Krankheiten. Für die Praxis reicht die schlichte Rechnung, dass 25 g Cashewkerne rund 68 mg Magnesium und rund 142 kcal mitbringen. Wer beim Fernsehen aus der Tüte isst, landet schnell bei der drei- bis vierfachen Menge, das kennen wir aus eigener Erfahrung nur zu gut.
| Nährwert | je 100 g Cashewkerne, geschält, ungesalzen und nicht nachgeröstet |
|---|---|
| Ballaststoffe | 3,0 g |
| Magnesium | 270 mg |
| Kalium | 552 mg |
| Phosphor | 375 mg |
| Eisen | 2,8 mg |
| Kupfer | 3,7 mg |
| Zink | 2,1 mg |
| Vitamin B1 (Thiamin) | 0,63 mg |
| Folat | 67 µg |
| Vitamin K | 26 µg |
| Vitamin E | 0,78 mg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 42,0 g (66%)
- Eiweiß 18,0 g (13%)
- Kohlenhydrate 31,0 g (21%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Cashewnuss, Nährwerte je 100 g (Bundeslebensmittelschlüssel)
Warum es keine wirklich rohen Cashewkerne gibt
Das ist der Punkt, an dem Cashewkerne von allen anderen Nüssen abweichen. Zwischen der harten Außenschale und der dünnen Samenhaut sitzt ein zähflüssiges Öl, das Cashew-Schalenöl (englisch cashew nut shell liquid, CNSL). Es enthält unter anderem Anacardsäure, Cardol und Cardanol. Die Gesellschaft für Toxikologie nennt Cardol als hauptsächlich verantwortliche Verbindung: Die ölige Flüssigkeit wirkt stark reizend und kann Hautentzündungen, Juckreiz und Blasenbildung auslösen. Verwandtschaftlich passt das ins Bild, denn zur gleichen Pflanzenfamilie gehören auch Giftefeu und Giftsumach.
Deshalb werden Cashewkerne vor dem Schälen grundsätzlich thermisch behandelt. Die Früchte werden mit Wasserdampf behandelt oder geröstet, damit sich die Schale löst und das Schalenöl entfernt beziehungsweise zerstört wird. Laut der oben genannten Quelle beginnt Cardol bei Temperaturen über 200 Grad zu zerfallen. Erst nach dieser Behandlung wird von Hand oder maschinell geschält, meist folgen ein Trocknungsschritt und das Abziehen der Samenhaut. Cashewkerne aus dem Handel sind dadurch unbedenklich.
Praktische Folge für den Einkauf: Die Bezeichnung „roh“ auf einer Packung Cashewkerne bedeutet lediglich, dass die Kerne nach dem Schälen nicht noch einmal geröstet, gesalzen oder aromatisiert wurden. Sie bedeutet nicht, dass die Kerne nie Wärme gesehen haben. Sogenannte Rohkost-Qualitäten arbeiten mit niedrigeren Temperaturen beim Dämpfen, ganz ohne Wärmebehandlung geht es aus den genannten Gründen aber nicht. Und noch ein Hinweis, der selten nötig, aber wichtig ist: Öffnen Sie ungeschälte Cashewfrüchte nicht selbst. Das Schalenöl gehört nicht an die Hände und die Dämpfe nicht in die Atemwege.
Allergen Cashew, Kennzeichnung und Hinweise für kleine Kinder
Cashewkerne gehören zu den Schalenfrüchten und damit zu den 14 in der EU kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Nach der Lebensmittel-Informationsverordnung müssen die Sorten im Zutatenverzeichnis namentlich genannt und hervorgehoben werden, zum Beispiel fett gedruckt oder farblich unterlegt, wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat erläutert. Auch über unverpackte Ware an der Bedienungstheke, in Bäckereien, Restaurants und Kantinen muss zu den Allergenen informiert werden, mündlich nur mit schriftlicher Dokumentation im Hintergrund.
Cashew ist kein Randthema unter den Allergenen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund führt Cashewnüsse als relevanten Auslöser und weist darauf hin, dass Nussallergien zu schweren allergischen Reaktionen bis zur Anaphylaxie führen können. Eine Auswertung des Europäischen Anaphylaxie-Registers für die Jahre 2007 bis 2024, über die der Schweizerische Nationalfonds berichtet, ordnet bei Kindern unter fünf Jahren mehr als vierzig Prozent der durch Baumnüsse ausgelösten schweren Reaktionen der Cashew zu. Jedes dritte betroffene Kind reagierte auf Mengen von weniger als einem Teelöffel.
Wichtig ist außerdem die allergologische Verwandtschaft: Cashew und Pistazien sind botanisch nah beieinander, die Allergene ähneln sich stark, Kreuzreaktionen zwischen beiden sind häufig. Eine Erdnussallergie ist dagegen ein eigenes Thema, weil Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten zählen. Wer eine bestätigte Allergie hat, sollte Karenz und Notfallmedikation mit einer allergologisch erfahrenen Praxis klären und die verordneten Notfallmedikamente dabeihaben. Verdachtsfälle gehören ärztlich untersucht und nicht mit Selbsttests geklärt. Bei loser Ware und Nussmischungen sind Spuren anderer Sorten kaum auszuschließen, Hinweise wie „kann Spuren von Schalenfrüchten enthalten“ sind deshalb ernst zu nehmen.
Ein zweiter Sicherheitspunkt betrifft kleine Kinder, unabhängig von jeder Allergie. Ganze Nüsse können in die Atemwege gelangen, das Bundesinstitut für Risikobewertung weist ausdrücklich auf diese Erstickungsgefahr hin und empfiehlt, Nüsse von jüngeren Kindern fernzuhalten und nur in ruhigen Essenssituationen unter Aufsicht zu geben. Die Kinder- und Jugendärzte werden konkreter: Kinder unter vier Jahren sollten keine ganzen Nüsse, Mandeln oder Erdnüsse bekommen, auch nicht in Gebäck oder Schokolade. Gegen gemahlene Nüsse gibt es keine Einwände, solange keine Nussallergie vorliegt.
In der Küche: Cashewmus, Cremes, Currys und Röstaromen
Cashewkerne sind in der pflanzlichen Küche schwer zu ersetzen, weil sie mild schmecken und sich vollständig zu einer glatten Creme verarbeiten lassen. Eingeweicht und im starken Mixer püriert entsteht eine weiße, sahnige Masse ohne Körnigkeit. Das ist die Basis für Cashewmus, für Sahnealternativen in Suppen und Currys, für Cremes und für Käsealternativen, die mit Milchsäurekulturen und etwas Salz gereift werden. Auch das Bundeszentrum für Ernährung nennt Cashewkerne in der Gemüsepfanne als typische Verwendung.
Zum Einweichen reichen zwei bis vier Stunden in kaltem Wasser, im Kühlschrank auch über Nacht. Wer es schneller braucht: 15 Minuten in heißem Wasser genügen meist. Das Einweichwasser gießen wir immer ab. Für Mus und Cremes lohnt sich Cashewbruch, also die günstigeren Bruchstücke, weil das Aussehen der Kerne dabei keine Rolle spielt.
Herzhaft kommen Cashewkerne in der indischen und südostasiatischen Küche zum Einsatz, etwa in Korma-Saucen, in Reisgerichten oder als knuspriger Abschluss über gebratenem Gemüse. Zum Rösten geben wir die Kerne ohne Fett in eine Pfanne bei mittlerer Hitze und bleiben dabei stehen, denn wegen des hohen Fettanteils geht es vom Goldgelben ins Verbrannte in unter einer Minute. Anschließend sofort aus der heißen Pfanne nehmen. Im Ofen funktioniert es bei 150 bis 160 Grad gleichmäßiger, dafür langsamer.
Süß passen Cashewkerne in Müsli, Energiekugeln und Gebäck. Gemahlene Mandeln ersetzen sie dort nur eingeschränkt, weil sie mehr Kohlenhydrate und weniger Ballaststoffe mitbringen und Teige dadurch anders binden.
Einkauf, Größenklassen und Lagerung
Im Handel finden Sie Cashewkerne als ganze Kerne, als Hälften und als Bruch, dazu geröstet, gesalzen, aromatisiert oder naturbelassen. Die Größenklassen sind an den Bezeichnungen W180, W210, W240, W320 und W450 erkennbar. Je kleiner die Zahl, desto größer der einzelne Kern und desto höher in der Regel der Preis. Für den Snackteller sind W240 und W320 die üblichen Klassen, für Mus und Saucen ist Bruch die wirtschaftlichere Wahl.
Cashewkerne sind fettreich und werden ranzig, wenn sie zu warm, zu hell oder zu lange offen stehen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, geöffnete Packungen geschälter und zerkleinerter Nüsse in einer Dose im Kühlschrank aufzubewahren, dort halten sie etwa vier Wochen. Tiefgekühlt sind geschälte Nüsse rund zwölf Monate lagerfähig. Zerkleinerte Kerne verderben schneller als ganze, weil die Oberfläche größer ist. Riechen die Kerne muffig, seifig oder ranzig, gehören sie in den Abfall, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht erreicht ist.
Schimmel ist der zweite Punkt, auf den wir achten. Nüsse können mit Schimmelpilzen befallen sein, die Aflatoxine bilden. Diese sind hitzebeständig, ihre Gehalte lassen sich laut Bundesinstitut für Risikobewertung durch Kochen, Backen oder Braten nicht verringern. In der EU sind für betroffene Lebensmittel gesetzliche Höchstgehalte festgelegt, die Überwachung liegt bei den Behörden der Länder. Im Haushalt gilt: verfärbte, dunkle oder muffig riechende Kerne aussortieren und nicht probieren, den Rest der Packung im Zweifel ebenfalls entsorgen.
Anbau, Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit
Wir finden, bei Cashewkernen sollte man nicht nur über Nährwerte sprechen. Die Kette hinter der Dose ist lang. Die Früchte werden in tropischen Ländern geerntet, oft in Westafrika, und ein erheblicher Teil der Rohware wird für die Verarbeitung nach Vietnam oder Indien verschifft, dort geschält und sortiert und anschließend nach Europa exportiert. Das bedeutet zusätzliche Transportwege und wenig Wertschöpfung in den Anbauländern. Das Bundeszentrum für Ernährung ordnet Cashewkerne entsprechend als Sorte ein, die nahezu ausschließlich importiert wird.
Das Schälen ist der kritische Schritt. Weil maschinelles Knacken viel Bruch erzeugt, wird ein großer Teil der Kerne von Hand aus der Schale gelöst. Genau dabei kommen die Arbeiterinnen und Arbeiter mit dem hautreizenden Schalenöl in Kontakt. Ohne Handschuhe oder Schutzcreme entstehen Hautreizungen und Verletzungen an den Händen. Berichte von Nichtregierungsorganisationen beschreiben aus einzelnen Verarbeitungsregionen zusätzlich niedrige Löhne und mangelhaften Arbeitsschutz. Das ist keine Randnotiz, sondern ein Teil des Preises, der im Regal nicht sichtbar ist.
Was bei der Auswahl hilft: Siegel wie Fairtrade oder die Verbandssiegel des Bio-Anbaus setzen Standards für Löhne und Arbeitsschutz, und es gibt inzwischen Projekte, die die Verarbeitung direkt in den Anbauländern ansiedeln, etwa in Burkina Faso, Ghana oder Vietnam. Wer darauf achtet, zahlt mehr, bekommt aber eine nachvollziehbarere Lieferkette. Das Bundeszentrum für Ernährung hat der Nachhaltigkeit von Nüssen eine eigene Multimedia-Reportage gewidmet, in der Walnuss, Mandel, Haselnuss und Cashewkern verglichen werden, Arbeitsbedingungen inklusive. Als ökologisch günstigere Alternative bleiben regionale Sorten wie Walnuss und Haselnuss aus deutschem oder europäischem Anbau.
Unser Fazit zu Cashewkernen
Cashewkerne sind mild, vielseitig und in der pflanzlichen Küche kaum zu ersetzen, wenn es um Cremigkeit geht. Für den Alltag hat sich bei uns die kleine Handvoll bewährt: rund 25 g, abgezählt oder abgewogen, nicht aus der offenen Tüte. Beim Einkauf lohnt der Blick auf zwei Dinge, nämlich auf naturbelassene statt stark gesalzene Ware und auf ein Siegel, das etwas über die Arbeitsbedingungen beim Schälen aussagt.
Und die Erkenntnis, die wir aus der Recherche mitnehmen: Das Wort „roh“ auf der Packung meint bei Cashewkernen nur „nicht nachgeröstet“. Die Kerne haben immer Wärme gesehen, und genau deshalb sind sie unbedenklich.
Cashewkerne naturbelassen, 1 kg
KoRoGanze Cashewkerne, ungesalzen und ungeröstet, 1-kg-Packung. Naturbelassen heisst hier ungeröstet, nicht roh im botanischen Sinn, wie im Artikel erklärt.
- 1 kg Vorratsmenge
- Ungesalzen und ungeröstet
- Ganze Kerne, auch für Cashewmus geeignet
Häufige Fragen zu Cashewkerne
Wie viel wiegt eine Handvoll Cashewkerne?
Wie viele Cashewkerne pro Tag sind sinnvoll?
Sind rohe Cashewkerne giftig?
Wie viele Kalorien haben 100 g Cashewkerne?
Muss ich Cashewkerne vor dem Pürieren einweichen?
Wie lagere ich Cashewkerne richtig?
Sind Cashewkerne bei Nussallergie ein Problem?
Dürfen kleine Kinder Cashewkerne essen?
Quellen
- Nährwertrechner.de: Cashewnuss, Nährwerte je 100 g
- DGE-Ernährungskreis: Orientierungswerte, 25 g Nüsse und Samen täglich
- DGE: Hülsenfrüchte und Nüsse regelmäßig essen
- Verbraucherzentrale: Nüsse länger haltbar durch richtige Lagerung
- BfR: Fragen und Antworten zu Aflatoxinen in Lebensmitteln und Futtermitteln
- BfR: Erstickungsgefahr von Kleinkindern durch Nüsse
- BMLEH: Allergenkennzeichnung ist Pflicht
- BZfE: How-to Nüsse (Einkauf, Lagerung, Verwendung)
- BZfE: Multimedia-Reportage Nachhaltigkeit von Nüssen
- Gesellschaft für Toxikologie: Cashew, roh nicht nur geschmacklich reizend
- Deutscher Allergie- und Asthmabund: Nuss-Allergie
- Schweizerischer Nationalfonds: Immer mehr Kinder sind allergisch auf Cashewnüsse (Europäisches Anaphylaxie-Register)
- Kinderärzte im Netz: Nüsse und Mandeln nicht für Kinder unter vier Jahren
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.