Zucchini: Gewicht, Nährwerte, Saison und Küche

Kategorie: Lebensmittel

Frische grüne Zucchini mit glänzender Schale und Blütenansatz auf einem Holzbrett
Frische Zucchini: mild im Geschmack, kalorienarm und in der Küche vielseitig einsetzbar.

Eine mittelgroße Zucchini wiegt meist 200 bis 300 Gramm. Das Kürbisgewächs besteht zu rund 93 Prozent aus Wasser, ist kalorienarm und in der Küche erstaunlich vielseitig. Wir mögen sie bei uns gerade deshalb: Sie lässt sich braten, füllen, raspeln oder roh im Salat verarbeiten. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen zu Gewicht, Nährwerten und Saison, dazu ein paar praktische Hinweise aus unserem Küchenalltag.

Kurzporträt: Was die Zucchini ausmacht

Die Zucchini (Cucurbita pepo) gehört botanisch zu den Kürbisgewächsen und ist eng mit dem Gartenkürbis verwandt. Anders als der reife Speisekürbis wird sie jung und unreif geerntet, wenn die Schale noch dünn und die Kerne kaum ausgebildet sind. Genau das macht sie so zart und schnell gar.

Im Handel finden Sie sie ganzjährig, meist in Grün, manchmal in Gelb oder als runde Sorte. Der Geschmack ist mild und leicht nussig. Weil sie so unaufdringlich schmeckt, nimmt sie Gewürze und Marinaden gut auf und passt zu fast allem, von der Gemüsepfanne bis zum Auflauf. Bei uns landet sie im Sommer fast wöchentlich auf dem Teller, oft einfach in Scheiben gebraten mit etwas Olivenöl und Kräutern.

Wie viel wiegt eine Zucchini?

Eine mittelgroße Zucchini wiegt in der Regel etwa 200 bis 300 Gramm. Handelsübliche Ware liegt im Schnitt bei rund 220 bis 260 Gramm pro Stück. Kleine, junge Exemplare bringen oft nur 100 bis 150 Gramm auf die Waage, während im eigenen Garten übersehene Zucchini schnell auf ein Kilogramm und mehr anwachsen.

Ungefähres Gewicht einer Zucchini je nach Größe (frisch, mit Schale)
GrößeLängeGewicht pro Stück
Klein / jungca. 12 bis 15 cm100 bis 150 g
Mittel (Standard im Handel)ca. 16 bis 20 cm200 bis 300 g
Großca. 25 bis 30 cm400 bis 700 g
Riesenzucchini (Garten)über 30 cm1.000 g und mehr

Für die Küchenpraxis rechnen wir grob mit einer mittleren Zucchini pro Person als Beilage. Da sie kaum Abfall hat (nur die beiden Enden werden entfernt), entspricht das Rohgewicht fast dem essbaren Anteil. Sehr große Exemplare schmecken übrigens oft wässriger und haben härtere Kerne, weshalb wir lieber zu kleineren, festen Zucchini greifen.

Nährwerte der Zucchini

Zucchini sind ausgesprochen kalorienarm: 100 Gramm liefern nur rund 21 Kilokalorien. Das liegt am hohen Wasseranteil von etwa 93 Prozent. Fett ist praktisch nicht enthalten, der Kohlenhydratanteil ist niedrig. Damit passt das Gemüse gut in eine leichte, gemüsebetonte Küche.

An Mineralstoffen bringt die Zucchini vor allem Kalium und etwas Magnesium mit. Nennenswert ist auch der Gehalt an Vitamin C mit rund 17,6 Milligramm je 100 Gramm. Nach EU-Vorgaben darf man dazu sagen: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Beim Kochen geht ein Teil des hitzeempfindlichen Vitamins verloren, weshalb kurze Garzeiten sinnvoll sind.

Die genauen Werte schwanken je nach Sorte, Reife und Zubereitung. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für rohe, frische Zucchini auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels.

Typische Nährwerte je 100 g essbarer Anteil (roh, frisch)
Nährwertje 100 g essbarer Anteil (roh, frisch)
Wasserca. 93 g
Ballaststoffeca. 1 g
Kaliumca. 177 mg
Magnesiumca. 18 mg
Vitamin Cca. 17,6 mg
Zuckerca. 2 g

Woraus die Energie stammt

  • Fett 0,3 g (14%)
  • Eiweiß 2,0 g (43%)
  • Kohlenhydrate 2,0 g (43%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de (Bundeslebensmittelschlüssel)

Saison und Herkunft

Im Supermarkt bekommen Sie Zucchini das ganze Jahr über, in den Wintermonaten überwiegend als Importware aus Spanien oder Italien. Deutsche Freilandware hat dagegen eine klar begrenzte Saison: Die heimische Ernte reicht laut Bundeszentrum für Ernährung etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, mit dem Schwerpunkt in den Sommermonaten. In dieser Zeit sind die Zucchini besonders frisch, oft günstiger und haben kürzere Transportwege hinter sich.

Wer regional und saisonal einkaufen möchte, greift also im Sommer und Frühherbst zu heimischer Ware, gerne vom Wochenmarkt oder Hofladen. Frische Zucchini erkennen Sie an einer glatten, glänzenden Schale ohne weiche Stellen. Lange lagern lässt sie sich nicht: Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sie einige Tage, sollte aber nicht neben Obst wie Äpfeln liegen, das die Reifung beschleunigt.

Saison-Kalender

J
F
M
A
M
  • Saison (Freiland)
  • Lager / Import
  • kaum verfügbar

Die heimische Freilandernte reicht laut Bundeszentrum für Ernährung etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, mit Schwerpunkt in den Sommermonaten. In den übrigen Monaten stammt die Ware im Handel überwiegend aus dem Import.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Zucchini, das Chamäleon in der Küche

Zucchini in der Küche

Zucchini sind unkompliziert. Waschen, die Enden abschneiden, und schon können Sie loslegen. Schälen muss man sie nicht, die dünne Schale ist mitzuessen und liefert Farbe und Biss. In Scheiben oder Stiften gebraten, gegrillt, als Ofengemüse, in der Suppe, im Auflauf oder als Zucchinipuffer, die Einsatzmöglichkeiten sind groß.

Weil das Gemüse viel Wasser enthält, gibt es beim Garen Flüssigkeit ab. Für knusprige Ergebnisse hilft es, geraspelte Zucchini vorher leicht zu salzen und das Wasser auszudrücken. Roh schmecken junge, milde Zucchini fein gehobelt im Salat oder als Spiralen ("Zoodles") als leichte Nudelalternative. Sehr beliebt ist bei uns die Kombination mit Tomaten, Paprika und Auberginen im mediterranen Gemüseeintopf.

Ein Tipp aus der Praxis: Große Zucchini lassen sich gut aushöhlen und füllen. Das weiche Innere mit den Kernen kommt dann in die Füllung oder in eine Suppe, sodass nichts verschwendet wird.

Sicherheitshinweis: bittere Zucchini nicht essen

Ein wichtiger Punkt betrifft den Geschmack. Kürbisgewächse können von Natur aus Bitterstoffe bilden, sogenannte Cucurbitacine. Handelsübliche Zucchini aus dem Supermarkt oder vom Markt sind so gezüchtet, dass sie diese Bitterstoffe normalerweise nicht mehr enthalten und damit unbedenklich sind.

Anders kann es bei selbst gezogenen Zucchini aussehen, vor allem wenn Samen aus dem eigenen Garten wieder ausgesät oder Zierkürbisse in der Nähe angebaut wurden. Kreuzt sich die Zucchini mit bitteren Verwandten, können die Bitterstoffe zurückkehren. Diese Verbindungen sind hitze- und kältestabil, lassen sich also weder durch Kochen noch durch Einfrieren entfernen. Das AOK-Gesundheitsmagazin rät deshalb klar: Schmeckt eine Zucchini deutlich bitter, sollten Sie sie nicht essen und den Bissen ausspucken. Bittere Kürbisgewächse können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Eine kurze Geschmacksprobe eines rohen Stückchens vor der Zubereitung gibt Sicherheit.

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf lohnt der Griff zu festen, mittelgroßen Zucchini mit praller, glänzender Schale. Weiche Stellen, Runzeln oder ein schrumpeliger Stielansatz sind Zeichen für längere Lagerung. Kleinere Exemplare sind meist zarter und aromatischer als übergroße.

Zu Hause bewahren Sie Zucchini am besten im Gemüsefach des Kühlschranks auf, wo sie einige Tage frisch bleiben. Sie reagiert kälteempfindlich, daher sollte es nicht zu kalt sein. Für längere Haltbarkeit können Sie Zucchini blanchieren und einfrieren, allerdings wird sie nach dem Auftauen weicher und eignet sich dann eher für Suppen, Soßen oder Aufläufe als für die Pfanne.

Häufige Fragen zu Zucchini

Wie viel wiegt eine mittlere Zucchini?
Eine mittelgroße Zucchini wiegt meist etwa 200 bis 300 Gramm. Handelsübliche Ware liegt im Schnitt bei rund 220 bis 260 Gramm pro Stück.
Wie viele Kalorien hat eine Zucchini?
100 Gramm rohe Zucchini liefern nur rund 21 Kilokalorien. Eine mittlere Zucchini von etwa 250 Gramm kommt damit auf ungefähr 50 Kilokalorien.
Kann man Zucchini roh essen?
Junge, milde Zucchini aus dem Handel können Sie roh essen, etwa fein gehobelt im Salat. Schmeckt eine Zucchini jedoch deutlich bitter, sollten Sie sie weder roh noch gekocht verzehren.
Muss man Zucchini schälen?
Nein. Die Schale ist dünn, essbar und liefert Farbe und Biss. Es reicht, die Zucchini zu waschen und die beiden Enden abzuschneiden.
Wann haben Zucchini in Deutschland Saison?
Die heimische Freilandernte reicht etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, mit Schwerpunkt im Sommer. Außerhalb dieser Zeit stammt die Ware im Handel meist aus dem Import, etwa aus Spanien oder Italien.

Quellen

  1. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Zucchini, das Chamäleon in der Küche
  2. BZfE: Bittere Kürbisse und Zucchini nicht essen
  3. AOK-Gesundheitsmagazin: Bittere Zucchini und Gurken enthalten giftiges Cucurbitacin
  4. Nährwertrechner.de: Zucchini frisch

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.