Tag des Eies: Größen, Frische und Lagerung verstehen

Kategorie: Wissenswertes

Frische Eier in einem Eierkarton auf einem Holztisch zum Tag des Eies
Zum Tag des Eies: Größen, Frische und Lagerung im Überblick.

Der Tag des Eies (World Egg Day) fällt jedes Jahr auf den zweiten Freitag im Oktober und ist ein guter Anlass, das Ei einmal genauer anzuschauen. Hier erklären wir Ihnen sachlich, was Gewichts- und Güteklassen bedeuten, wie Sie die Frische prüfen, wie Sie Eier richtig lagern und welche Nährwerte drinstecken.

Was ist der Tag des Eies?

Der Tag des Eies, international bekannt als World Egg Day oder Welt-Ei-Tag, wird seit 1996 begangen. Damals legte die International Egg Commission bei einem Treffen in Wien fest, das Ei jedes Jahr am zweiten Freitag im Oktober zu feiern. 2025 fiel der Termin auf den 10. Oktober, 2026 ist es der 9. Oktober.

Uns als Familie ist der Aktionstag vor allem deshalb sympathisch, weil das Ei ein Lebensmittel ist, über das viele Halbwahrheiten kursieren. Ist das Ei im Kühlschrank noch gut? Was heißt eigentlich Güteklasse A? Und wie viel Cholesterin steckt wirklich drin? Der Tag des Eies ist für uns ein schöner Aufhänger, diese Alltagsfragen einmal in Ruhe zu sortieren.

Wichtig vorweg: Ein Ei ist ein Lebensmittel, kein Heilmittel. Wir sammeln hier Fakten zu Kennzeichnung, Frische und Nährwerten. Ob und wie viele Eier für Sie persönlich passen, hängt von Ihrer gesamten Ernährung ab und ist im Zweifel eine Frage für Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Größen und Gewichtsklassen

Eier werden in der EU nicht nach Durchmesser, sondern nach Gewicht in vier Klassen sortiert. Auf der Packung finden Sie deshalb Buchstaben statt Zentimeterangaben. Die Grenzen sind einheitlich geregelt:

Güteklassen A und B

Neben der Größe gibt es die Güteklasse. Sie sagt etwas über die Qualität und den Zustand des Eies aus, nicht über die Haltungsform.

Im Supermarkt bekommen Sie ausschließlich Eier der Güteklasse A, also frische Eier. Sie müssen eine saubere, unbeschädigte Schale haben, das Eiklar muss klar und durchsichtig sein, die Luftkammer darf höchstens 6 Millimeter hoch sein und der Dotter soll beim Durchleuchten mittig und ohne deutliche Fehler sitzen. A-Eier werden außerdem weder gewaschen noch gekühlt vermarktet.

Eier der Güteklasse B gelangen nicht in den normalen Einzelhandel. Sie gehen an die Industrie, etwa für Flüssigei oder verarbeitete Produkte. Wenn Sie also im Laden stehen, können Sie die Güteklasse getrost ignorieren, denn Sie halten praktisch immer Klasse A in der Hand.

Was der Stempel auf dem Ei verrät

Jedes Ei trägt einen aufgedruckten Erzeugercode. Er sieht zum Beispiel so aus: 0-DE-1234561. Dieser Code ist Ihre wichtigste Informationsquelle, denn er verrät Haltung, Herkunft und Betrieb.

Die erste Ziffer steht für die Haltungsform:

Herkunft und aktuelle Regelungen

Nach der ersten Ziffer folgt das Länderkürzel, etwa DE für Deutschland oder NL für die Niederlande. Die restlichen Ziffern stehen für das Bundesland, den Betrieb und den einzelnen Stall. So lässt sich ein Ei bis zum Erzeuger zurückverfolgen.

Ein wichtiger Punkt für alle, die auf die Haltung achten: In Deutschland ist die Käfighaltung von Legehennen seit dem 1. Januar 2026 verboten. Nur in wenigen Härtefällen ist noch eine befristete Ausnahme bis 2028 möglich. Die Ziffer 3 spielt bei deutschen Eiern damit praktisch keine Rolle mehr, kann aber bei importierter Ware noch auftauchen. Ein Blick auf den Stempel und das Länderkürzel lohnt sich also weiterhin.

Auf der Verpackung selbst finden Sie zusätzlich das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Gewichtsklasse und die Güteklasse. Der Stempel auf dem einzelnen Ei ist trotzdem nützlich, weil lose Eier oder umgepackte Eier im Kühlschrank so ihre Herkunft behalten.

Frische prüfen: der Wasserglas-Test

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum knapp erreicht oder überschritten ist, hilft ein einfacher Test, den wir bei uns zu Hause ständig nutzen. Er beruht auf der Luftkammer im Ei: Je älter das Ei, desto mehr Feuchtigkeit verliert es und desto größer wird die Luftblase am stumpfen Ende. Ein älteres Ei bekommt dadurch mehr Auftrieb.

So geht der Wasserglas-Test Schritt für Schritt:

Eier richtig lagern und haltbar machen

Frisch gelegte Eier sind von Natur aus durch eine dünne Schutzschicht auf der Schale geschützt, die sogenannte Cuticula. Deshalb müssen A-Eier im Handel nicht gekühlt stehen. Zu Hause raten die Verbraucherzentralen aber, Eier im Kühlschrank bei höchstens 7 Grad zu lagern, weil sie so länger frisch bleiben.

Rohe Eier sind bei 2 bis 6 Grad rund vier bis sechs Wochen essbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird auf 28 Tage nach dem Legen festgelegt. Nach Ablauf des MHD sind Eier nicht automatisch schlecht, Sie sollten sie dann aber nur noch vollständig durchgegart verzehren, also etwa als hart gekochtes Ei.

Ein paar Punkte, die bei uns in der Küche zur Routine gehören:

Nährwerte: Was im Ei steckt

Das Ei gilt als kompaktes Lebensmittel mit viel Eiweiß auf wenig Volumen. Ein durchschnittliches Ei der Größe M wiegt ohne Schale etwa 55 Gramm und liefert rund 75 bis 85 Kilokalorien.

Das Eiweiß des Hühnereis gilt in der Ernährungswissenschaft als besonders gut verwertbar und wird oft als Referenz für die biologische Wertigkeit herangezogen. Neben Protein steckt im Ei eine ganze Reihe von Nährstoffen: die Vitamine A, D, B2, B12 sowie Folsäure und Biotin, dazu Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Selen. Der Großteil des Fetts und praktisch das gesamte Cholesterin sitzen im Dotter.

Das Thema Cholesterin wird oft diskutiert. Ein Ei enthält vergleichsweise viel Cholesterin, rund 200 Milligramm pro Stück. Neuere Einordnungen deuten darauf hin, dass der Cholesterinspiegel im Blut bei vielen Menschen weniger stark vom Nahrungscholesterin abhängt als lange angenommen, weshalb viele Fachgesellschaften heute keine feste Obergrenze mehr für Nahrungscholesterin nennen. Menschen mit Diabetes oder bereits erhöhten Blutfettwerten raten Fachleute aber weiterhin zu Zurückhaltung. Wie viele Eier für Sie sinnvoll sind, lässt sich pauschal nicht sagen und hängt von der gesamten Ernährung und Ihrer Gesundheit ab.

Typische Nährwerte je 100 g rohes Hühnerei (ohne Schale)
Nährwertje 100 g rohes Hühnerei (ohne Schale)
Cholesterinca. 396 mg
Wassergehaltca. 74 g

Woraus die Energie stammt

  • Fett 11,0 g (64%)
  • Eiweiß 13,0 g (34%)
  • Kohlenhydrate 0,7 g (2%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: naehrwertrechner.de: Hühnerei, Nährwerte je 100 g

Häufige Fragen zu Tag des Eies

Wann ist der Tag des Eies 2026?
Der Tag des Eies (World Egg Day) fällt immer auf den zweiten Freitag im Oktober. 2026 ist das der 9. Oktober, 2025 war es der 10. Oktober.
Wie erkenne ich, ob ein Ei noch frisch ist?
Am einfachsten mit dem Wasserglas-Test: Ein frisches Ei bleibt am Boden liegen, ein älteres stellt sich auf und ein altes schwimmt oben. Schwimmende Eier sollten Sie nicht mehr verwenden.
Was bedeutet die erste Zahl auf dem Ei?
Die erste Ziffer des Stempelcodes steht für die Haltungsform: 0 ist Bio, 1 Freiland, 2 Bodenhaltung und 3 Käfighaltung. Danach folgen Länderkürzel und Betriebsnummer.
Wie lange sind Eier haltbar?
Rohe Eier sind bei 2 bis 6 Grad rund vier bis sechs Wochen essbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt bei 28 Tagen nach dem Legen. Nach Ablauf nur noch gut durchgegart verzehren.
Muss ich Eier im Kühlschrank lagern?
Im Handel stehen A-Eier ungekühlt, weil sie eine natürliche Schutzschicht haben. Zu Hause empfehlen die Verbraucherzentralen die Lagerung im Kühlschrank bei höchstens 7 Grad, am besten nicht in der Tür.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale: Eier, alles zu Lagerung und Haltbarkeit
  2. BMLEH: Eierkennzeichnung und Pflichtangaben
  3. kuriose-feiertage.de: Welt-Ei-Tag (World Egg Day)

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.