Vegetarische Weihnachtsgerichte: Ideen und Rezepte

Kategorie: Rezepte

Vegetarische Weihnachtsgerichte: Ideen und Rezepte

Ein festliches Weihnachtsessen braucht keinen Gänsebraten. Wir zeigen Ihnen unsere liebsten vegetarischen Weihnachtsgerichte: von einem saftigen Nussbraten als Braten-Alternative über klassischen Apfelrotkohl bis zum kompletten Menü. Alle Rezepte sind bei uns zuhause erprobt und gut nachzukochen.

Warum vegetarisch zu Weihnachten oft die schönere Wahl ist

Wenn bei uns die ganze Familie am Tisch sitzt, essen längst nicht mehr alle Fleisch. Statt für die einen Gans und für die anderen nur Beilagen zu kochen, stellen wir das Festessen inzwischen komplett vegetarisch auf. Der Vorteil: Es muss niemand außen vor bleiben, und ehrlich gesagt vermisst am Ende des Abends kaum jemand den Braten.

Vegetarisch heißt dabei nicht weniger festlich. Ein gut gewürzter Nussbraten, cremiges Kartoffelpüree, selbst geschmorter Rotkohl und eine kräftige Bratensauce fühlen sich genauso nach Weihnachten an wie das klassische Menü. Wichtig ist vor allem, dass ein Gericht als Mittelpunkt auf dem Teller steht, um das herum sich die Beilagen gruppieren.

Ein weiterer Punkt, den wir schätzen: Viele vegetarische Hauptgerichte lassen sich gut vorbereiten. Der Nussbraten etwa gelingt am ruhigsten, wenn er schon am Vortag geformt wird. So bleibt am Heiligabend mehr Zeit für die Familie statt für die Küche.

Die beliebtesten Braten-Alternativen im Überblick

Bevor wir zum ausführlichen Rezept kommen, hier ein kurzer Überblick, welche Gerichte sich als festliches Herzstück eignen. So finden Sie die Variante, die zu Ihrem Geschmack und Ihrem Zeitbudget passt.

Alle diese Optionen kommen mit den klassischen Weihnachtsbeilagen wunderbar zurecht. Uns hat sich der Nussbraten als zuverlässiger Favorit herauskristallisiert, weil er sich gut vorbereiten lässt und auch weniger geübten Köchinnen und Köchen gelingt.

Unser Nussbraten: Zutaten für 6 Portionen

Dieser Nussbraten ist unser Klassiker als Braten-Alternative. Er ist innen saftig, außen leicht knusprig und lässt sich sauber in Scheiben schneiden. Die Mengen reichen für eine Kastenform von etwa 25 Zentimetern Länge und ergeben sechs gute Portionen. Das Rezept ist von Natur aus vegan, mit Butter in der Sauce wird es vegetarisch.

Tipp aus unserer Küche: Die gegarten Maronen bekommen Sie im Winter vorgekocht und vakuumiert in fast jedem Supermarkt. Das spart viel Puhlarbeit.

So gelingt der Nussbraten Schritt für Schritt

Planen Sie inklusive Backzeit gut zwei Stunden ein, da der braune Reis etwas Zeit zum Garen braucht. Wichtig ist, den fertigen Braten vor dem Anschneiden vollständig auskühlen zu lassen, damit die Scheiben nicht zerfallen. Am Festtag wärmen wir ihn dann nur noch kurz im Ofen auf.

Apfelrotkohl: die klassische Beilage

Ohne Rotkohl wäre Weihnachten bei uns nur halb so festlich. Selbst geschmort schmeckt er deutlich besser als aus dem Glas, und die Küche duftet wunderbar nach Nelke und Zimt. Die folgenden Mengen ergeben eine große Schüssel für sechs Personen.

Zutaten: 1 Rotkohl (etwa 1 kg), 2 säuerliche Äpfel, 1 Zwiebel, 3 EL Butter, 4 EL Rotweinessig, 2 EL Zucker, 2 Gewürznelken, 1 Lorbeerblatt, 1 Prise Zimt sowie Salz. Wer mag, gibt einen Schuss Rotwein oder Johannisbeergelee dazu.

Und so gehen wir vor:

Weitere Beilagen, die zum Fest passen

Ein festliches Menü lebt von der Kombination. Zum Nussbraten und Rotkohl passen bei uns vor allem stärkehaltige Beilagen, die die Sauce gut aufnehmen. Sie müssen nicht alles selbst machen, gerade Knödel aus der Packung sind an einem vollen Kochtag völlig in Ordnung.

Diese Beilagen haben sich bei uns bewährt:

Menü-Ideen für den ganzen Abend

Damit der Heiligabend rund wird, planen wir gerne ein kleines Drei-Gänge-Menü. So muss der Hauptgang nicht alles allein stemmen, und die Gäste haben von Anfang an das Gefühl, verwöhnt zu werden. Wichtig ist, die Gänge nicht zu schwer aufzubauen, damit am Ende noch Platz für das Dessert bleibt.

Als Vorspeise eignen sich eine cremige Maronensuppe, ein Feldsalat mit gebratenen Pilzen oder gebackener Ziegenkäse auf Feigen. Alle drei lassen sich weitgehend vorbereiten und brauchen kurz vor dem Servieren nur wenige Handgriffe.

Beim Dessert bleiben wir gern klassisch weihnachtlich: Bratapfel mit Vanillesauce, ein Lebkuchen-Mousse oder Zimtparfait. Wer es leichter mag, serviert einfach ein Kompott aus Winterobst mit etwas Sahne. So endet der Abend süß, ohne zu beschweren.

Ein letzter Rat aus Erfahrung: Schreiben Sie sich am Vortag einen kleinen Zeitplan, wann welches Gericht in den Ofen oder auf den Herd muss. Gerade bei mehreren Gängen hilft das ungemein, entspannt zu bleiben.

Häufige Fragen zu Vegetarische Weihnachtsgerichte

Was kann man an Weihnachten statt Fleisch essen?
Als festliche Braten-Alternative eignen sich vor allem Nussbraten, ein Gemüse-Wellington im Blätterteig, gefülltes Ofengemüse oder ein als Ganzes gebackener Blumenkohl. Dazu passen die klassischen Weihnachtsbeilagen wie Rotkohl, Knödel und eine kräftige Sauce, sodass das Menü genauso festlich wirkt wie mit Braten.
Kann man den Nussbraten schon am Vortag vorbereiten?
Ja, das empfehlen wir sogar. Formen Sie den Braten am Vortag, backen ihn und lassen ihn vollständig auskühlen. So lässt er sich am nächsten Tag sauber in Scheiben schneiden und muss nur noch kurz im Ofen aufgewärmt werden. Das nimmt am Festtag viel Stress aus der Küche.
Welche Beilagen passen zu einem vegetarischen Weihnachtsessen?
Klassisch sind selbst geschmorter Apfelrotkohl, Kartoffel- oder Semmelknödel, cremiges Kartoffelpüree und geschmorter Rosenkohl. Eine vegetarische Bratensauce aus Wurzelgemüse rundet den Teller ab. Diese Beilagen kennt man vom klassischen Festessen, sie funktionieren aber genauso gut zur fleischlosen Variante.
Ist der Nussbraten vegan oder vegetarisch?
Das Grundrezept mit Reis, Maronen, Nüssen und Pilzen ist von Natur aus vegan. Vegetarisch wird das Gericht meist erst durch Beilagen wie eine Sauce mit Butter oder durch Käse in gefüllten Varianten. Sie können den Braten also je nach Bedarf komplett pflanzlich oder mit Milchprodukten servieren.
Wie viele Gänge braucht ein weihnachtliches Menü?
Ein Drei-Gänge-Menü aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert ist ein guter Rahmen für den Heiligabend. Das muss nicht aufwendig sein: Eine Suppe oder ein Salat als Vorspeise und ein Bratapfel als Dessert lassen sich gut vorbereiten und nehmen dem Hauptgang den Druck, allein festlich wirken zu müssen.

Quellen

  1. Utopia: Vegetarisches Weihnachtsmenü - Rezepte und Ideen
  2. Sweets & Lifestyle: Saftiger Nussbraten

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.