5 leckere Gemüsesäfte für den Sommer

Kategorie: Rezepte

Fünf bunte Gemüsesäfte im Glas mit Tomate, Gurke, Rote Bete und Möhre auf einem sommerlichen Tisch
Fünf erfrischende Gemüsesäfte für heiße Sommertage, frisch gepresst aus saisonalem Gemüse.

Wenn es draußen heiß wird, greifen wir zu Hause statt zu Limo lieber zum selbst gepressten Gemüsesaft. Hier sind unsere fünf liebsten Rezepte mit Tomate, Gurke, Rote Bete und Möhre, jeweils mit Mengen für zwei Gläser und einfacher Zubereitung im Entsafter oder Mixer.

Warum Gemüsesaft an heißen Tagen bei uns so beliebt ist

An richtig warmen Sommertagen haben wir oft wenig Lust auf schweres Essen, aber großen Durst. Ein kühler Gemüsesaft ist da für uns die perfekte Zwischenlösung: erfrischend, leicht und mit deutlich weniger Zucker als klassische Fruchtsäfte oder Softdrinks.

Der große Vorteil im Sommer: Viele Zutaten wie Tomate, Gurke, Möhre und Paprika haben zwischen Juni und Oktober bei uns Freiland-Saison und schmecken dann besonders aromatisch. Wir kaufen sie am liebsten vom Markt oder aus dem eigenen Beet, wenn sie richtig reif sind.

Ein Saft ersetzt natürlich keine Portion frisches Gemüse, denn beim Entsaften bleiben die Ballaststoffe im Trester zurück. Als Ergänzung zu einer bunten Ernährung finden wir ihn aber klasse. Wichtig ist uns dabei: Ein Glas Saft zählt in der Ernährungspyramide eher zu den Getränken oder zu einer einzelnen Gemüseportion am Tag, nicht als Ersatz für alles Gemüse.

Entsafter oder Mixer - was passt besser?

Beide Geräte funktionieren, liefern aber ein unterschiedliches Ergebnis. Ein Entsafter (Zentrifuge oder Slow Juicer) trennt den flüssigen Saft vom Fruchtfleisch. Das Ergebnis ist dünnflüssig, klar und lässt sich gut trinken. Der feste Rest, der sogenannte Trester, bleibt zurück.

Ein Mixer oder Standmixer zerkleinert dagegen alles komplett. Der Saft wird dickflüssiger, sämiger und enthält die Ballaststoffe des Gemüses. Bei wasserreichen Zutaten wie Gurke oder Tomate klappt das gut, festere Sorten wie Rote Bete oder Möhre sollten Sie eventuell mit etwas Wasser aufgießen und danach durch ein feines Sieb streichen.

1. Klassischer Tomatensaft mit Basilikum

Der Sommerklassiker schlechthin und bei uns der meistgetrunkene Saft. Reife Tomaten aus der Saison machen den Unterschied, denn sie bringen von Natur aus genug Süße und Aroma mit. Eine Prise Salz und frischer Basilikum runden alles ab.

So bereiten wir ihn im Mixer zu:

1. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und vierteln.

2. Basilikumblätter abzupfen und kurz abbrausen.

3. Tomaten und Basilikum in den Mixer geben und glatt pürieren.

4. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.

5. Wer es klar mag, streicht den Saft durch ein feines Sieb. Eiswürfel dazu, fertig.

Typische Nährwerte je 1 Glas Tomatensaft (ca. 250 ml)
Nährwertje 1 Glas Tomatensaft (ca. 250 ml)
Kaliumca. 595 mg
Vitamin Cca. 37 mg
Wassergehaltca. 95 %

Woraus die Energie stammt

  • Fett 0,1 g (2%)
  • Eiweiß 2,5 g (24%)
  • Kohlenhydrate 7,5 g (74%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: naehrwertrechner.de: Tomaten-Gemüsesaft

2. Erfrischender Gurken-Apfel-Saft mit Minze

Wenn wir an einem schwülen Nachmittag etwas richtig Kühlendes wollen, ist das unser Griff. Die Gurke besteht zu rund 96 Prozent aus Wasser, der Apfel bringt Süße und die Minze macht den Saft angenehm frisch. Ein tolles Getränk, das fast wie ein Spa-Wasser schmeckt.

So geht es mit dem Entsafter:

1. Gurke waschen und in grobe Stücke schneiden, bei Bio-Gurke kann die Schale dranbleiben.

2. Apfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und vierteln.

3. Gurke, Apfel und die Minzblätter durch den Entsafter geben.

4. Mit einem Spritzer Limette abschmecken und über Eis servieren.

Ohne Entsafter: Alles im Mixer mit einem Schuss kaltem Wasser pürieren und durch ein Sieb gießen.

3. Rote-Bete-Saft mit Apfel und Ingwer

Rote Bete polarisiert, aber in Kombination mit Apfel und einem Stück Ingwer verliert sie ihre erdige Note und wird angenehm mild-süß. Die kräftige Farbe macht ordentlich was her im Glas. Ein Hinweis von uns: Rote Bete färbt stark, deshalb ein Küchenbrett und Handschuhe nutzen und aufpassen mit heller Kleidung.

Rote Bete gilt als nitratreiches Gemüse. Die Deutsche Hochdruckliga verweist auf Studien, in denen Rote-Bete-Saft den oberen Blutdruckwert bei unbehandelten Patienten kurzzeitig senken konnte. Sie betont aber ausdrücklich, dass der Saft kein Ersatz für verordnete Medikamente ist, sondern höchstens eine unterstützende Maßnahme im Rahmen einer blutdruckfreundlichen Ernährung. Wir sehen ihn einfach als leckeren, farbenfrohen Saft und wollen hier kein Heilversprechen geben.

So bereiten wir ihn im Entsafter zu:

1. Rote Bete schälen und in Stücke schneiden.

2. Apfel waschen, entkernen und vierteln.

3. Ingwer schälen und ein etwa daumennagelgroßes Stück abschneiden.

4. Alle Zutaten durch den Entsafter laufen lassen.

5. Kurz umrühren und frisch genießen. Ein Spritzer Zitrone hellt Farbe und Geschmack auf.

4. Möhren-Orangen-Saft mit Ingwer

Ein fruchtig-süßer Klassiker, den auch die Kinder bei uns gern trinken. Möhren enthalten viel Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Da diese fettlöslich ist, geben wir gern ein paar Tropfen Öl dazu, damit der Körper sie besser aufnehmen kann. Die Orange sorgt für Frische, der Ingwer für ein kleines Kribbeln.

So geht es mit dem Entsafter:

1. Möhren waschen, bei Bedarf schälen und in Stücke schneiden.

2. Orangen schälen und filetieren oder in Spalten teilen.

3. Ingwer schälen.

4. Möhren, Orange und Ingwer durch den Entsafter geben.

5. Nach Wunsch ein paar Tropfen Leinöl oder Rapsöl unterrühren und servieren.

5. Grüner Sommersaft mit Gurke und Spinat

Unser grüner Alleskönner für Tage, an denen wir extra viel Gemüse ins Glas bringen wollen. Gurke und Apfel bilden die milde Basis, junger Spinat oder Stangensellerie geben die grüne Note. Zitrone hält die Farbe frisch und macht den Saft lebendig.

So bereiten wir ihn im Slow Juicer oder Entsafter zu:

1. Gurke waschen und in Stücke schneiden.

2. Apfel waschen, entkernen und vierteln.

3. Spinat oder Sellerie waschen und grob zerteilen.

4. Alle Zutaten abwechselnd durch den Entsafter geben, das erleichtert die Verarbeitung der Blätter.

5. Mit dem Saft einer halben Zitrone verrühren und sofort trinken.

Tipp: Im Mixer klappt dieser Saft auch gut, dann etwas Wasser zugeben und anschließend durch ein Sieb passieren.

Haltbarkeit, Reste und unsere besten Tipps

Frisch gepresster Gemüsesaft schmeckt am besten sofort. Da er weder erhitzt noch konserviert wird, verliert er mit der Zeit Aroma und einen Teil der Vitamine. Wir trinken ihn deshalb möglichst gleich nach dem Pressen.

Wer Reste hat, füllt den Saft in ein sauberes, gut verschlossenes Glas und stellt ihn kühl. Innerhalb von etwa einem Tag sollte er getrunken sein. Alternativ lässt sich Saft portionsweise einfrieren, zum Beispiel in Eiswürfelformen, und später als Basis für den nächsten Drink nutzen.

Den Trester aus dem Entsafter müssen Sie übrigens nicht wegwerfen. Tomaten- und Möhrenreste passen gut in eine Suppe, Gemüsebrühe oder ins Ofengemüse. So bleibt am Ende fast nichts übrig, und das gefällt uns besonders.

Und weil im Sommer die beste Saison ist: Kaufen Sie das Gemüse möglichst regional und reif. Freiland-Tomaten und Gurken aus Deutschland gibt es laut Verbraucherzentrale vor allem von Juni bis Oktober, dann schmecken sie am aromatischsten und Sie brauchen kaum nachzusüßen.

Saison-Kalender

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  • Saison (Freiland)
  • Lager / Import
  • kaum verfügbar

Freiland-Sommergemüse wie Tomate und Gurke hat in Deutschland vor allem von Juni bis Oktober Saison, mit Hochsaison im Hochsommer.

Quelle: Verbraucherzentrale: Welches Gemüse hat im Juli Saison?

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Einordnung: Beim Entsaften bleiben die Ballaststoffe im Trester zurück. Ein Smoothie behält sie, ein Saft nicht.
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Häufige Fragen zu 5 leckere Gemüsesäfte für den Sommer

Welche Gemüse eignen sich am besten für Saft im Sommer?
Wasserreiche und aromatische Sorten funktionieren am besten: Tomate, Gurke, Möhre, Rote Bete und Paprika. Sie haben zwischen Juni und Oktober Freiland-Saison und schmecken dann besonders intensiv. Kombiniert mit etwas Apfel, Zitrone oder Ingwer wird der Saft ausgewogen im Geschmack.
Ist ein Entsafter oder ein Mixer besser für Gemüsesaft?
Das hängt vom Wunsch ab. Ein Entsafter liefert klaren, dünnflüssigen Saft ohne Fruchtfleisch und eignet sich gut für feste Sorten wie Rote Bete und Möhre. Ein Mixer erzeugt einen sämigen Saft mit Ballaststoffen und passt zu wasserreichen Zutaten wie Gurke und Tomate.
Wie lange ist selbst gemachter Gemüsesaft haltbar?
Am besten schmeckt frisch gepresster Saft sofort. Gut gekühlt in einem verschlossenen Glas hält er sich etwa einen Tag, verliert aber nach und nach Aroma und Vitamine. Wer länger etwas davon haben möchte, friert den Saft portionsweise in Eiswürfelformen ein.
Ist Rote-Bete-Saft wirklich gesund?
Rote Bete ist nitratreich, und die Deutsche Hochdruckliga verweist auf Studien, in denen Rote-Bete-Saft den Blutdruck kurzzeitig senken konnte. Sie betont jedoch, dass er kein Ersatz für Medikamente ist, sondern höchstens unterstützend wirken kann. Als Teil einer bunten Ernährung ist er ein leckerer, farbenfroher Saft.
Kann man Gemüsesaft auch ohne Entsafter machen?
Ja. Wasserreiche Zutaten wie Gurke und Tomate lassen sich im Standmixer oder mit dem Pürierstab verarbeiten. Danach den Saft durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch streichen, um das Fruchtfleisch abzutrennen. So gelingt ein Saft auch ohne Spezialgerät.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale: Welches Gemüse hat im Juli Saison?
  2. Deutsche Hochdruckliga: Mythen auf dem Prüfstand (Rote-Bete-Saft)
  3. naehrwertrechner.de: Tomaten-Gemüsesaft

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.