Nektarine: glatter Pfirsich, Gewicht, Nährwerte und Saison
Die Nektarine ist die glattschalige Variante des Pfirsichs, aromatisch, saftig und ein typischer Sommergenuss. Eine mittelgroße Nektarine wiegt rund 130 bis 150 Gramm, von denen etwa 90 Prozent essbares Fruchtfleisch sind. Bei uns zu Hause landet sie im Hochsommer fast täglich in der Obstschale, und wir haben die wichtigsten Fakten zu Gewicht, Nährwerten und Saison zusammengetragen.
Nektarine oder Pfirsich? Der Unterschied
Wer eine Nektarine in die Hand nimmt, spürt sofort den Unterschied zum Pfirsich: Die Schale ist glatt und glänzend statt samtig-flaumig. Viele halten die Nektarine deshalb für eine eigene Fruchtart oder gar für eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume. Beides stimmt nicht. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung ist die Nektarine eine natürliche Mutation des Pfirsichs. Botanisch handelt es sich um dieselbe Art (Prunus persica), nur mit unbehaarter Schale. Beide stammen ursprünglich aus China.
Geschmacklich sind Nektarinen oft etwas fester und würziger als Pfirsiche, das Fruchtfleisch löst sich je nach Sorte gut vom Stein (Steinlöser) oder haftet daran (Steinhafter). Es gibt gelbfleischige und weißfleischige Sorten, dazu die flachen, an einen Diskus erinnernden Plattnektarinen. Wie wir finden, lohnt es sich, im Sommer verschiedene Sorten zu probieren, denn die Bandbreite von säuerlich-frisch bis honigsüß ist groß.
Wie viel wiegt eine Nektarine?
Eine mittelgroße Nektarine wiegt rund 130 bis 150 Gramm, kleine Früchte bringen etwa 100 Gramm auf die Waage, große Exemplare 180 bis 200 Gramm. Der Stein macht davon je nach Größe etwa 8 bis 12 Gramm aus, sodass rund 90 Prozent essbares Fruchtfleisch übrig bleiben. Für die Küche rechnen wir bei einer mittleren Nektarine mit ungefähr 120 bis 135 Gramm verzehrbarem Anteil.
| Größe | Ganze Frucht | Essbarer Anteil (ohne Stein) |
|---|---|---|
| klein | ca. 100 g | ca. 90 g |
| mittel | ca. 130 bis 150 g | ca. 120 bis 135 g |
| groß | ca. 180 bis 200 g | ca. 165 bis 185 g |
| Plattnektarine | ca. 80 bis 110 g | ca. 72 bis 100 g |
Wenn im Rezept von einem Kilogramm Nektarinen die Rede ist, sind das also grob sieben bis acht mittlere Früchte. Ein handelsüblicher 500-Gramm-Korb enthält meist drei bis vier Nektarinen. Die Werte schwanken naturgemäß je nach Sorte und Reifegrad, weil reifere Früchte etwas Wasser verlieren.
Nährwerte der Nektarine je 100 Gramm
Die Nektarine ist ein leichtes Sommerobst: Sie besteht zu rund 83 Prozent aus Wasser und liefert je nach Sorte und Reife etwa 44 bis 57 Kilokalorien pro 100 Gramm. Die Kohlenhydrate stammen fast vollständig aus Fruchtzucker, dazu kommen Ballaststoffe. Nennenswert ist der Kaliumgehalt, außerdem enthält die Frucht Vitamin C und die Vorstufe von Vitamin A (Beta-Carotin), das für die gelb-orange Farbe des Fruchtfleischs sorgt.
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Die folgenden Werte stammen aus dem Nährwertrechner und beziehen sich auf 100 Gramm rohes, essbares Fruchtfleisch.
| Nährwert | je 100 g essbarer Anteil (roh) |
|---|---|
| Energie | 57 kcal (238 kJ) |
| Wasser | 83 g |
| Eiweiß | 1,0 g |
| Fett | 0,1 g |
| Kohlenhydrate | 12 g |
| davon Zucker | 12 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
| Kalium | 212 mg |
| Vitamin C | 8 mg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,1 g (2%)
- Eiweiß 1,0 g (8%)
- Kohlenhydrate 12,0 g (90%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Nektarine
Saison und Herkunft
Die Hauptsaison für Nektarinen läuft von Juli bis September. Ab Juli gibt es in dieser Zeit auch Früchte aus deutschem Freilandanbau, etwa aus Hessen oder aus dem Alten Land bei Hamburg, wie das VerbraucherFenster Hessen berichtet. Der Anbau bleibt hierzulande aber auf wärmebegünstigte Lagen beschränkt und deckt nur einen kleinen Teil der Nachfrage.
Der Großteil der Ware im Handel kommt aus Südeuropa, vor allem aus Spanien, Italien und Griechenland. Außerhalb der Sommermonate stammen Nektarinen meist aus Übersee. Wir greifen am liebsten zwischen Juli und September zu, wenn die regionale und südeuropäische Freilandware am aromatischsten ist und kurze Transportwege hat.
Saison-Kalender
- Saison (Freiland)
- Lager / Import
- kaum verfügbar
Hauptsaison Juli bis September, auch für Freilandware aus deutschen Anbauregionen wie Hessen oder dem Alten Land bei Hamburg; der Großteil im Handel stammt aus Südeuropa.
Einkauf, Reife und Lagerung
Eine gute Nektarine duftet aromatisch und gibt auf leichten Fingerdruck am Stielansatz sanft nach. Ist sie noch steinhart, war sie zu früh gepflückt. Die gute Nachricht: Nektarinen reifen nach dem Pflücken nach, sofern sie ihre Mindestpflückreife erreicht haben. Sie entwickeln dann bei Zimmertemperatur weiter Aroma. Besonders schnell geht das neben Äpfeln oder Bananen, die das Reifegas Ethylen abgeben.
Vollreife Früchte halten sich nur wenige Tage. Wir bewahren sie dann im Gemüsefach des Kühlschranks auf, nehmen sie aber rechtzeitig heraus, denn kalt schmecken sie deutlich weniger aromatisch. Am besten kommen Nektarinen bei Zimmertemperatur zur Geltung. Druckstellen und Fäulnis breiten sich schnell aus, deshalb lohnt der tägliche Blick in die Obstschale. Empfindliche Früchte sollten nicht übereinander gestapelt werden.
Nektarinen in der Küche
Am liebsten essen wir Nektarinen einfach frisch aus der Hand, gut gewaschen und mit Schale, denn direkt unter der Schale sitzen viele Aroma- und Farbstoffe. In der Küche sind sie vielseitig: gewürfelt im Sommersalat, im Müsli oder Joghurt, als Belag auf Blechkuchen und Tarte, im Obstsalat oder als schnelle Konfitüre. Auch herzhaft machen sie sich gut, etwa gegrillt zu Ziegenkäse oder im Salat mit Rucola und Serranoschinken.
Zum Entsteinen halbieren wir die Frucht entlang der Naht und drehen die beiden Hälften gegeneinander. Bei Steinlöser-Sorten löst sich der Kern dann leicht, bei Steinhaftern hilft ein kleines Messer. Wer die Schale entfernen möchte, übergießt die Nektarinen kurz mit kochendem Wasser und schreckt sie kalt ab, dann lässt sie sich meist gut abziehen. Zum Einfrieren empfiehlt es sich, die Früchte zu halbieren, zu entsteinen und mit etwas Zitronensaft zu beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Stein, Schale und Sicherheit
Das Fruchtfleisch der Nektarine ist unbedenklich und kann roh gegessen werden. Der harte Stein gehört allerdings nicht auf den Teller. Wie bei Pfirsich, Aprikose und anderem Steinobst enthält der Samenkern im Inneren Amygdalin, eine Verbindung, aus der im Körper Blausäure freigesetzt werden kann. Den Kern sollte man daher nicht knacken und verzehren, gerade nicht bei Kindern.
Die glatte Schale ist ein Vorteil beim Waschen, denn anders als beim flaumigen Pfirsich haftet weniger an. Trotzdem waschen wir Nektarinen vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser ab, da konventionell angebaute Früchte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln tragen können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Bio-Ware oder schält die Frucht. Menschen mit einer Birkenpollen-Allergie reagieren gelegentlich auf rohes Steinobst mit einem Kribbeln im Mund (Kreuzallergie); gegart wird die Frucht dann oft besser vertragen.
Häufige Fragen zu Nektarine
Wie viel wiegt eine Nektarine?
Ist die Nektarine eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume?
Wann haben Nektarinen Saison?
Kann man die Schale der Nektarine mitessen?
Reifen Nektarinen nach dem Kauf noch nach?
Quellen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Pfirsiche und Nektarinen
- Nährwertrechner.de: Nektarine
- VerbraucherFenster Hessen: Pfirsich oder Nektarine
- Apotheken Umschau: Nektarine, glatter Pfirsich
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.