Mandarine: Gewicht, Nährwerte, Unterschied zu Clementine
Eine mittelgroße Mandarine wiegt mit Schale rund 75 bis 90 Gramm, geschält bleiben etwa 65 bis 75 Gramm essbares Fruchtfleisch übrig. Die kleine Zitrusfrucht bringt es auf ungefähr 50 Kalorien je 100 Gramm und liefert eine ordentliche Portion Vitamin C. Bei uns zu Hause gehört sie zum Winter dazu wie der erste Schnee, und genau deshalb schauen wir hier einmal genauer hin.
Was die Mandarine ausmacht
Die Mandarine (botanisch Citrus reticulata) stammt ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum, vermutlich aus Nordostindien und Südwestchina, und gehört zu den ältesten Zitrusfrüchten überhaupt. Sie ist kleiner als eine Orange, kugelig rund und trägt eine dünne, locker sitzende Schale in kräftigem Orange. Genau diese Schale ist ihr großer Vorteil: Sie lässt sich mit den Fingern in Sekunden abziehen, ganz ohne Messer. Bei uns landet deshalb im Winter eigentlich immer eine Schale voll auf dem Tisch, weil selbst die Kinder ohne Hilfe drankommen.
Das Fruchtfleisch teilt sich in der Regel in rund neun Segmente auf und schmeckt süß-aromatisch mit einer feinen Säure. Typisch für die echte Mandarine sind die Kerne, die in vielen Segmenten stecken. Wer sie im Handel unter dem schlichten Namen Mandarine kauft, bekommt heute allerdings oft eine ihrer kernarmen Verwandten. Was dahinter steckt, klären wir weiter unten.
Wie viel wiegt eine Mandarine?
Eine mittelgroße Mandarine wiegt mit Schale etwa 75 bis 90 Gramm; nach dem Schälen bleiben rund 65 bis 75 Gramm essbares Fruchtfleisch. Die Schale macht dabei ungefähr 15 bis 20 Prozent des Gesamtgewichts aus. Wenn Sie also eine Mandarine wiegen, um Nährwerte oder Mengen zu berechnen, lohnt es sich, den essbaren Anteil getrennt zu betrachten. Genau darauf beziehen sich nämlich alle Nährwertangaben je 100 Gramm.
| Größe | Mit Schale | Ohne Schale (essbar) |
|---|---|---|
| klein | ca. 55 bis 70 g | ca. 45 bis 55 g |
| mittel | ca. 75 bis 90 g | ca. 65 bis 75 g |
| groß | ca. 100 bis 120 g | ca. 85 bis 100 g |
| einzelnes Segment | entfällt | ca. 6 bis 8 g |
Die Werte schwanken von Frucht zu Frucht, weil Sorte, Reife und Wassergehalt eine Rolle spielen. Als Faustregel merken wir uns zu Hause: Eine Handvoll, also etwa drei mittlere Mandarinen, entspricht rund 200 Gramm essbarem Fruchtfleisch. Wer eine Waage nutzt, orientiert sich am besten am geschälten Gewicht, denn die Schale wandert ohnehin in den Bio-Abfall.
Nährwerte auf einen Blick
Mandarinen bestehen zu rund 85 Prozent aus Wasser und sind entsprechend kalorienarm. Je 100 Gramm essbarem Anteil kommen ungefähr 50 Kalorien zusammen, fast ausschließlich aus Kohlenhydraten in Form von natürlichem Fruchtzucker. Fett und Eiweiß spielen kaum eine Rolle. Dazu liefert die Frucht Ballaststoffe, Kalium und eine gute Menge Vitamin C.
Mit etwa 30 Milligramm Vitamin C je 100 Gramm liefert eine mittlere Mandarine einen guten Beitrag zur täglichen Versorgung. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und ist am Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beteiligt. Da das Vitamin wärmeempfindlich ist und bei langer Lagerung abnimmt, essen wir frische Mandarinen am liebsten zeitnah nach dem Kauf.
| Nährwert | je 100 g essbarer Anteil (roh, ohne Schale und Kerne) |
|---|---|
| Wassergehalt | ca. 85 g |
| Kohlenhydrate | ca. 10 g |
| davon Zucker | ca. 10 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g |
| Eiweiß | ca. 1 g |
| Fett | ca. 0,3 g |
| Vitamin C | ca. 30 mg |
| Kalium | ca. 210 mg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,3 g (6%)
- Eiweiß 1,0 g (9%)
- Kohlenhydrate 10,0 g (85%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de - Mandarine
Mandarine, Clementine oder Satsuma?
Im Winterregal liegen die drei oft direkt nebeneinander, und der Unterschied ist gar nicht so klein. Kurz gesagt geht es vor allem um Herkunft, Kerne und Schale. Die folgende Übersicht fasst das Wichtigste zusammen.
| Merkmal | Mandarine | Clementine | Satsuma |
|---|---|---|---|
| Kerne | meist mit Kernen | nahezu kernlos | nahezu kernlos |
| Schale | dünn, sehr locker | dicker, fest anliegend | dünn, locker |
| Geschmack | aromatisch, feine Säure | süß, mild | mild, wenig Säure |
| Haltbarkeit | eher kurz | bis zu einige Wochen | eher kurz |
Die Clementine ist eine Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange, kaum kernig und wegen ihrer festeren Schale länger lagerfähig. Die Satsuma stammt aus Japan, ist ebenfalls fast kernlos und besonders leicht zu schälen. Wer Kerne partout nicht mag, greift also am besten zu Clementine oder Satsuma. Wer den kräftigeren, leicht säuerlichen Geschmack sucht, ist bei der echten Mandarine richtig. Im Alltag werden die Namen ohnehin oft durcheinandergeworfen, und ehrlich gesagt schmecken uns alle drei.
Saison und Einkauf
In Deutschland wachsen Mandarinen nicht im Freiland, sie kommen fast vollständig als Importware zu uns. Die Hauptsaison liegt im Winterhalbjahr: Etwa von November bis Februar füllen vor allem Früchte aus Spanien und Italien die Regale, ergänzt durch Ware aus der Türkei und aus Nordafrika. Genau in diese kalte Jahreszeit fällt auch der größte Appetit auf die kleinen Zitrusfrüchte, was gut zusammenpasst.
Beim Einkauf achten wir auf eine pralle, glänzende Schale und ein Gewicht, das sich schwer für die Größe anfühlt. Das ist ein gutes Zeichen für saftiges Fruchtfleisch. Ein noch anhaftendes grünes Blatt gilt bei spanischer Ware als Hinweis auf frische Ernte. Druckstellen, weiche Stellen oder Schimmel gehören dagegen aussortiert, denn eine faulige Frucht steckt die Nachbarn in der Schale schnell an.
Lagerung und Haltbarkeit
Mandarinen halten sich am besten kühl, trocken und luftig, aber nicht im Kühlschrank. Die Verbraucherzentrale rät dazu, Clementinen, Mandarinen und Orangen bei mäßigen Zimmertemperaturen aufzubewahren und Kälte zu meiden, weil die Früchte im Kühlschrank an Aroma verlieren und zudem frostempfindlich sind. Ein kühler, gut belüfteter Vorratsraum ist deshalb ideal.
Echte Mandarinen mit ihrer dünnen Schale bleiben oft nur ein bis zwei Wochen frisch, bevor sich die Schale löst und das Aroma nachlässt. Clementinen halten mit ihrer festeren Schale mehrere Wochen. Wichtig ist, die Früchte nicht luftdicht in Plastik zu packen, sonst bildet sich schnell Schimmel. Wir kontrollieren die Schale alle paar Tage und sortieren angeschlagene Exemplare sofort aus. Zitrusfrüchte geben außerdem das Reifegas Ethylen ab und reagieren selbst darauf empfindlich, deshalb lagern wir sie getrennt von Äpfeln und Birnen.
In der Küche
Am häufigsten essen wir Mandarinen einfach so aus der Hand, Segment für Segment. Sie machen aber auch in der Küche eine gute Figur: im Winterobstsalat, über Naturjoghurt, im Rotkohl oder als frische Note in einem Feldsalat. Die Filets lassen sich gut zu einem Kompott einkochen oder als Deko auf Kuchen und Cremes verteilen.
Ein Tipp aus unserer Küche: Die Schale unbehandelter Mandarinen lässt sich fein abreiben und gibt Plätzchenteig, Tee oder Desserts ein feines Aroma. Achten Sie dafür unbedingt auf Bio-Ware oder Früchte mit dem Hinweis Schale unbehandelt, denn konventionelle Ware ist häufig mit Konservierungsstoffen behandelt. Vor dem Abreiben die Frucht gründlich warm abwaschen.
Häufige Fragen zu Mandarine
Wie viel wiegt eine Mandarine?
Wie viele Kalorien hat eine Mandarine?
Was ist der Unterschied zwischen Mandarine und Clementine?
Haben Mandarinen Kerne?
Wann haben Mandarinen Saison?
Quellen
- Nährwertrechner.de - Mandarine
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) - Mandarine und Clementine
- Verbraucherzentrale NRW - Mandarine, Clementinen und Orangen richtig lagern
- Wikipedia - Mandarine (Botanik, Herkunft, Sorten)
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.