Gurke: Gewicht, Nährwerte, Saison und Küchentipps

Kategorie: Lebensmittel

Die Salatgurke gehört zu den erfrischendsten Gemüsen im Kühlschrank, und das aus gutem Grund: Sie besteht zu rund 96 Prozent aus Wasser und bringt dabei nur etwa 12 bis 15 Kalorien pro 100 Gramm auf die Waage. Eine handelsübliche Salatgurke wiegt meist zwischen 400 und 500 Gramm. Wir haben für Sie zusammengetragen, was in der Gurke steckt, wann sie in Deutschland Saison hat und worauf Sie bei bitteren Enden achten sollten.

Wie viel wiegt eine Gurke?

Eine durchschnittliche Salatgurke aus dem Handel wiegt rund 400 bis 500 Gramm. Kleinere Freilandgurken bringen oft nur 180 bis 250 Gramm auf die Waage, während besonders lange Treibhausgurken auch über 500 Gramm schwer werden können. Da die Gurke fast vollständig aus Wasser besteht und keinen dicken Strunk oder harte Kerne hat, ist bei der Salatgurke nahezu das komplette Gewicht auch essbarer Anteil. Lediglich die beiden Endstücke schneiden wir bei uns zu Hause meist ab.

Zur Orientierung für die Küche haben wir die gängigen Größen einmal zusammengestellt. Die Werte beziehen sich auf eine ganze, ungeschälte Salatgurke.

Ungefähres Gewicht einer Salatgurke nach Größe
GrößeGewicht (ganze Gurke)
klein (Freiland)ca. 180 bis 250 g
mittel (Handelsware)ca. 300 bis 400 g
groß (Treibhaus)ca. 450 bis 550 g
eine Scheibe (ca. 3 mm)ca. 5 g
eine Handvoll Würfelca. 50 bis 60 g

Wer genau abwiegen möchte, etwa für eine Kalorienangabe, kann sich merken: Eine halbe mittelgroße Gurke entspricht ungefähr 150 bis 200 Gramm. Salatgurken aus dem Handel erreichen im Schnitt rund 300 bis 500 Gramm, Ware aus dem winterlichen Gewächshaus fällt oft etwas kleiner aus.

Salatgurke, Schlangengurke, Einlegegurke: die Sorten

Umgangssprachlich meinen wir mit "Gurke" fast immer die lange, glatte Salatgurke, die auch Schlangengurke genannt wird. Botanisch gehört sie zur Familie der Kürbisgewächse und ist damit mit Zucchini, Melone und Kürbis verwandt. Neben der klassischen Salatgurke gibt es weitere Typen, die je nach Verwendung im Handel sind.

Gängige Gurkentypen
TypMerkmale und Verwendung
Salat- oder Schlangengurkelang, glatt, dünnschalig, meist aus dem Gewächshaus, für Salat und Rohkost
Mini- oder Snackgurkekurz, kernarm, süß-mild, gut für die Brotdose
Einlegegurke (Gewürzgurke)kleiner, feste Schale, zum Einlegen in Sud
Feldgurkegrößer, dickere Schale, wird oft geschält

Der große Teil der in Deutschland angebauten Salatgurken wächst unter Glas oder Folie, nur ein kleiner Teil stammt aus dem Freiland. Das erklärt, warum die Salatgurke im Handel praktisch ganzjährig verfügbar ist. Im Winter kommt zusätzlich Importware hinzu, vor allem aus Spanien und den Niederlanden. Zahlen zum deutschen Gemüseanbau veröffentlicht das Statistische Bundesamt.

Nährwerte der Gurke je 100 Gramm

Die Gurke ist ein echtes Leichtgewicht unter den Gemüsen. Ihr hoher Wassergehalt von rund 96 Prozent ist der Grund für die niedrige Energiedichte: 100 Gramm liefern nur etwa 12 bis 15 Kalorien. Nennenswert sind vor allem der geringe Fett- und Zuckeranteil sowie kleine Mengen an Kalium und Vitamin C. Die Werte schwanken je nach Sorte, Reife und Anbau, weshalb Sie in verschiedenen Tabellen leicht unterschiedliche Zahlen finden.

Ein großer Teil der Nährstoffe und auch der Ballaststoffe sitzt in und direkt unter der Schale. Wer die Gurke gut wäscht und ungeschält verwendet, holt also etwas mehr heraus. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, die Gurke ist dafür aber nur eine bescheidene Quelle. Ihr Wert liegt eher in der erfrischenden, kalorienarmen Ergänzung des Speiseplans.

Typische Nährwerte je 100 g essbarer Anteil (roh, mit Schale)
Nährwertje 100 g essbarer Anteil (roh, mit Schale)
Wassergehaltca. 96 g
Kalorienca. 12 bis 15 kcal
Eiweiß0,7 g
Fett0,2 g
Kohlenhydrate2,0 g
Ballaststoffe0,9 g
Kalium140 mg
Vitamin C3 bis 8 mg

Woraus die Energie stammt

  • Fett 0,2 g (14%)
  • Eiweiß 0,7 g (22%)
  • Kohlenhydrate 2,0 g (64%)

Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Gurke (roh)

Wann hat die Gurke Saison?

Deutsche Freilandgurken haben von etwa Juli bis Oktober Saison, mit dem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli bis September. Wer im eigenen Garten Gurken zieht, erntet je nach Aussaat und Wetter ab Ende Juni bis in den September hinein. Diese Freilandgurken schmecken vielen, wie wir finden, etwas aromatischer als Ware aus dem Gewächshaus.

Im Handel bekommen Sie Salatgurken dagegen das ganze Jahr über, weil der Großteil unter Glas oder Folie wächst und im Winter zusätzlich aus Ländern wie Spanien importiert wird. Wer bewusst regional und saisonal einkaufen möchte, greift im Sommer zu deutscher Freilandware. Einen Überblick bietet der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung.

Saison-Kalender

J
F
M
A
  • Saison (Freiland)
  • Lager / Import
  • kaum verfügbar

Deutsche Freilandgurken haben von Juli bis Oktober Saison, Schwerpunkt im Hochsommer. Ware aus dem Gewächshaus und als Import gibt es ganzjährig.

Quelle: BZfE: Der Saisonkalender

Bittere Enden und Sicherheit

Manchmal schmeckt eine Gurke unangenehm bitter, besonders am Stielende. Verantwortlich dafür sind sogenannte Cucurbitacine, natürliche Bitterstoffe der Kürbisgewächse. Bei modernen Salatgurken aus dem Handel sind diese Stoffe weitgehend herausgezüchtet, sodass die Frucht mild schmeckt. Vereinzelt können sie aber wieder auftreten, vor allem bei selbst gezogenen Gurken oder bei Stress während des Wachstums.

Ein bewährter Küchentrick: Schneiden Sie die Enden großzügig ab, denn dort sitzen die Bitterstoffe am ehesten. Schmeckt eine Gurke dennoch deutlich bitter, sollten Sie sie nicht essen. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass stark bittere Kürbisgewächse Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Das betrifft in erster Linie selbst angebaute oder aus eigenem Saatgut gezogene Pflanzen. Handelsware ist in aller Regel unbedenklich.

Vor dem Verzehr waschen wir die Gurke gründlich unter fließendem Wasser, gerade wenn sie mit Schale gegessen wird. Ansonsten ist die Salatgurke ein unkompliziertes Gemüse, das roh bedenkenlos gegessen werden kann.

Gurke richtig lagern

Gurken mögen es nicht zu kalt. Am besten halten sie sich bei rund 10 bis 15 Grad, also eher im kühlen Vorratsraum als ganz hinten im Kühlschrank. Im Gemüsefach des Kühlschranks bei etwa 7 Grad ist die Gurke ebenfalls gut aufgehoben, sollte dort aber innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Wird es zu kalt, bekommt die Schale schnell glasige, weiche Stellen.

Zwei Punkte helfen bei uns, die Gurke länger frisch zu halten. Erstens: Gurken nicht neben Tomaten, Äpfeln oder anderem Obst lagern, das reifungsförderndes Ethylen abgibt, denn das lässt sie schneller weich werden. Zweitens: Eine angeschnittene Gurke an der Schnittfläche mit etwas Frischhaltefolie abdecken oder in eine verschließbare Dose legen, sonst trocknet sie aus. So bleibt eine angebrochene Gurke problemlos zwei bis drei Tage knackig.

Gurke in der Küche

Die Gurke ist vielseitiger, als es der klassische Gurkensalat vermuten lässt. Roh in Scheiben oder Stiften ist sie ein Klassiker in Salaten und Rohkostplatten, fein gehobelt zieht sie mit etwas Salz, Essig und einem Klecks Sahne oder Joghurt zum sommerlichen Gurkensalat an. Würfelig geschnitten passt sie in einen griechischen Salat oder in Tsatsiki.

Weil die Gurke so viel Wasser enthält, gibt sie in Salaten gern Flüssigkeit ab. Wer das vermeiden möchte, salzt die gehobelten Scheiben kurz vor, lässt sie einige Minuten ziehen und drückt die Flüssigkeit ab. Für erfrischende Sommergetränke lassen sich Gurkenscheiben in Wasser geben, und auch als kalte Gurkensuppe oder im grünen Smoothie macht sie sich gut.

Weniger bekannt: Gurke lässt sich auch kurz anbraten oder dünsten, etwa als warme Beilage. Der intensive frische Geschmack wird dann milder. Und natürlich lassen sich kleinere Einlegegurken zu Gewürzgurken einmachen, was eine schöne Verwertung für eine reiche Ernte ist.

Häufige Fragen zu Gurke

Wie viel wiegt eine Salatgurke?
Eine handelsübliche Salatgurke wiegt meist zwischen 400 und 500 Gramm. Kleine Freilandgurken bringen oft nur 180 bis 250 Gramm auf die Waage.
Wie viele Kalorien hat eine Gurke?
100 Gramm Gurke liefern nur etwa 12 bis 15 Kalorien. Eine ganze Gurke von 400 Gramm kommt damit auf rund 50 bis 60 Kalorien.
Warum schmeckt meine Gurke bitter?
Verantwortlich sind natürliche Bitterstoffe, die Cucurbitacine, die vor allem am Stielende sitzen. Schneiden Sie die Enden großzügig ab. Schmeckt die Gurke stark bitter, sollten Sie sie nicht essen.
Kann man die Schale der Gurke mitessen?
Ja, die Schale ist essbar und enthält einen Teil der Ballaststoffe. Waschen Sie die Gurke vorher gründlich unter fließendem Wasser.
Wann hat die Gurke in Deutschland Saison?
Deutsche Freilandgurken haben von etwa Juli bis Oktober Saison. Aus dem Gewächshaus und als Import ist die Gurke ganzjährig erhältlich.

Quellen

  1. Nährwertrechner.de: Gurke (roh)
  2. BZfE: Der Saisonkalender
  3. Verbraucherzentrale: Lebensmittel auswählen, zubereiten, aufbewahren
  4. Statistisches Bundesamt: Obst, Gemüse und Gartenbau

Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2026.