Feigen: Gewicht, Nährwerte, frisch und getrocknet
Eine mittelgroße frische Feige wiegt bei uns in der Küche meist rund 60 Gramm und bringt es auf etwa 38 Kilokalorien. Die ganze Frucht ist essbar, samt dünner Schale und feinen Kernen. Getrocknet schrumpft sie stark, wird aber deutlich süßer und ballaststoffreicher.
Wie viel wiegt eine Feige?
Eine mittelgroße frische Feige wiegt etwa 60 Gramm, kleine Exemplare liegen bei rund 40 bis 50 Gramm, große reife Früchte bei 80 bis 100 Gramm. Weil Feigen je nach Sorte, Reife und Wassergehalt stark schwanken, lohnt bei genauen Rezepten der Griff zur Küchenwaage. Getrocknete Feigen sind viel leichter, eine einzelne wiegt meist nur 15 bis 20 Gramm.
| Art / Größe | Gewicht pro Stück |
|---|---|
| Frische Feige, klein | ca. 40 bis 50 g |
| Frische Feige, mittel | ca. 60 g |
| Frische Feige, groß | ca. 80 bis 100 g |
| Getrocknete Feige | ca. 15 bis 20 g |
Da die Schale sehr dünn ist und die Kerne mitgegessen werden, entspricht das Bruttogewicht praktisch dem essbaren Anteil. Nur der kleine, harte Stielansatz fällt weg, und der macht kaum ein Gramm aus.
Frisch oder getrocknet: der große Unterschied
Frische Feigen bestehen zu rund 82 Prozent aus Wasser. Beim Trocknen verdampft der Großteil davon, und die Inhaltsstoffe konzentrieren sich. Deshalb liegt eine frische Feige bei etwa 63 Kilokalorien je 100 Gramm, eine getrocknete bei rund 284 Kilokalorien. Auch der Zuckergehalt steigt von etwa 13 Gramm auf rund 58 Gramm je 100 Gramm. Das ist kein Zucker, der zugesetzt wird, sondern der fruchteigene, der sich einfach stärker verdichtet.
Wer den direkten Vergleich sucht, sollte gleiche Portionen ansehen und nicht gleiche Gewichte: Eine getrocknete Feige mit 18 Gramm liefert etwa so viel Zucker wie eine kleine frische Frucht, nur eben trockener und intensiver im Geschmack. Getrocknete Feigen sind praktisch fürs Müsli oder als Snack, frische passen gut zu herzhaften Kombinationen. Wie wir finden, haben beide ihre Berechtigung, man sollte sie nur nicht in einen Topf werfen.
| Wert | Frisch | Getrocknet |
|---|---|---|
| Energie | ca. 63 kcal | ca. 284 kcal |
| Zucker | ca. 13 g | ca. 58 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g | ca. 9 g |
| Wasser | ca. 82 g | ca. 20 g |
Nährwerte der frischen Feige
Frische Feigen sind vergleichsweise nahrhaft für eine Frucht, was vor allem am natürlichen Zucker liegt. Gleichzeitig liefern sie Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium. Nach den Daten des Nährwertrechners stecken in 100 Gramm frischer Feige rund 240 Milligramm Kalium und 54 Milligramm Calcium.
Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Die Werte in der Tabelle sind Durchschnittswerte, die je nach Sorte und Reifegrad etwas abweichen können. Für eine einzelne mittelgroße Feige mit rund 60 Gramm können Sie die Angaben grob durch 1,7 teilen.
| Nährwert | je 100 g essbarer Anteil, frische Feige (roh) |
|---|---|
| Wasser | ca. 82 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g |
| Kalium | ca. 240 mg |
| Calcium | ca. 54 mg |
| Magnesium | ca. 20 mg |
| Vitamin C | ca. 2,7 mg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,5 g (7%)
- Eiweiß 1,3 g (8%)
- Kohlenhydrate 12,9 g (85%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Feige frisch
Ganze Frucht essbar: Schale und Kerne
Feigen werden mitsamt ihrer dünnen Schale gegessen, das ist bei frischer Ware der Normalfall. Unter der Schale sitzen viele der Aromastoffe, und schälen wäre hier vor allem Verschwendung. Wer mag, halbiert die Frucht und löffelt das Fruchtfleisch aus, das ist eine Geschmacksfrage, keine Notwendigkeit.
Die vielen kleinen Kernchen im Inneren sind ebenfalls essbar und sorgen für den typisch knackigen Biss. Botanisch handelt es sich übrigens gar nicht um eine klassische Frucht, sondern um einen Fruchtstand mit vielen winzigen Einzelfrüchten. Für die Küche spielt das keine Rolle, gut zu wissen ist es trotzdem.
Wichtig ist nur, die Frucht vor dem Verzehr kurz abzuspülen und den harten Stielansatz zu entfernen. Bei sehr reifen Exemplaren kann an der Bruchstelle des Stiels ein wenig milchiger Saft austreten, das ist normal.
Saison und Einkauf
Der Großteil der frischen Feigen im Handel kommt als Importware aus dem Mittelmeerraum, etwa aus der Türkei, Spanien oder Italien. Die Hauptsaison liegt im Spätsommer und Herbst. In Deutschland tragen Feigenbäume in milden Lagen ebenfalls Früchte, die Freilandernte fällt hier meist auf September und Oktober, wie der Gartenratgeber von Lubera zeigt.
Reife Feigen erkennen Sie an einer weichen, leicht nachgebenden Frucht und einem schweren Gefühl in der Hand. Ein kleiner Riss in der Schale ist kein Mangel, sondern ein Zeichen von Reife und Süße. Feigen reifen nach der Ernte kaum nach, deshalb lohnt es sich, möglichst reife Ware zu kaufen und diese zeitnah zu verwenden.
Saison-Kalender
- Saison (Freiland)
- Lager / Import
- kaum verfügbar
Angegeben sind die Monate der deutschen Freilandernte in milden Lagen. Frische Ware im Handel stammt überwiegend aus dem Mittelmeerraum und ist vor allem im Spätsommer und Herbst verfügbar.
Lagerung: frisch schnell, getrocknet lange
Frische Feigen sind empfindlich und halten sich nur wenige Tage. Am besten bewahren Sie sie im Kühlschrank auf und holen sie erst kurz vor dem Essen heraus, denn kalt schmecken sie deutlich flacher. Bei uns liegen sie meist nebeneinander auf einem Teller, damit die weichen Früchte sich nicht gegenseitig drücken.
Getrocknete Feigen sind dagegen genügsam. Trocken, kühl und dunkel verpackt halten sie viele Monate. Bildet sich auf der Oberfläche ein weißlicher Belag, ist das in der Regel auskristallisierter Fruchtzucker und kein Schimmel. Im Zweifel gilt aber: riechen, ansehen, und bei muffigem Geruch lieber entsorgen.
Feigen in der Küche verwenden
Frische Feigen passen süß wie herzhaft. Klassisch sind sie zu Käse, etwa Ziegenkäse oder Blauschimmel, und zu luftgetrocknetem Schinken. Aufgeschnitten machen sie sich gut auf dem Frühstückstisch, im Salat oder kurz im Ofen gebacken als Dessert. Ihr eigener Zucker karamellisiert dabei sehr schön.
Getrocknete Feigen wandern bei uns ins Müsli, in Kompott oder kleingeschnitten in Gebäck. Weil sie sehr süß sind, kann man beim Backen an anderer Stelle mit Zucker sparen. Vor der Verwendung lohnt es sich, den harten Stielrest herauszuschneiden. Für Füllungen oder Chutneys lassen sich getrocknete Feigen in warmem Wasser oder Saft kurz einweichen, dann werden sie wieder weicher.
Worauf man achten sollte
Feigen gelten als gut verträglich. Weil sie viele Ballaststoffe enthalten, können sich größere Mengen, vor allem in getrockneter Form, bei empfindlichen Personen im Verdauungstrakt bemerkbar machen. Wer darauf empfindlich reagiert, taste sich am besten langsam heran.
Der milchige Saft, der aus unreifen Früchten und den Blättern austritt, kann bei empfindlichen Menschen die Haut reizen, besonders in Verbindung mit Sonnenlicht. Beim Ernten im eigenen Garten sind Handschuhe daher sinnvoll. Bei der reifen, gekauften Frucht spielt das kaum eine Rolle. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen Birkenpollen oder Naturlatex reagieren gelegentlich auch auf Feigen, hier hilft im Zweifel ein ärztlicher Rat.
Häufige Fragen zu Feigen
Wie viel wiegt eine frische Feige?
Wie viel wiegt eine getrocknete Feige?
Kann man Feigen mit Schale essen?
Sind getrocknete Feigen zuckerreicher als frische?
Wann haben Feigen in Deutschland Saison?
Quellen
- Nährwertrechner.de: Feige frisch
- Nährwertrechner.de: Feige getrocknet
- REWE Lexikon: Feigen
- Lubera Gartenbuch: Wann sind Feigen reif?
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.