Blumenkohl: Gewicht, Nährwerte, Saison
Ein durchschnittlicher Kopf Blumenkohl wiegt etwa 800 bis 1.200 Gramm, wovon nach dem Putzen rund die Hälfte als essbare Röschen übrig bleibt. Der milde Kohl ist kalorienarm, reich an Vitamin C und bei uns in der Küche einer der vielseitigsten Vertreter der Kohlfamilie. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen zu Gewicht, Nährwerten und Saison.
Was Blumenkohl ausmacht
Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) gehört wie Brokkoli, Weiß- und Rosenkohl zur großen Familie der Kohlgewächse. Was wir essen, ist streng genommen der noch geschlossene, fleischig verdickte Blütenstand. Diese dichten weißen Röschen bezeichnet man auch als "Kopf" oder "Blume".
Anders als die meisten Kohlarten schmeckt Blumenkohl angenehm mild und leicht nussig, ohne die typische Kohlschärfe. Genau das macht ihn bei uns zu Hause so beliebt: Er lässt sich klassisch als Beilage kochen, im Ofen rösten, zu Suppe pürieren oder roh in den Salat raspeln. Die weiße Farbe entsteht übrigens, weil die Röschen von den großen Umblättern vor dem Sonnenlicht geschützt werden und so kaum Blattgrün bilden.
Neben der klassischen weißen Sorte gibt es grüne, violette und orangefarbene Varianten sowie den spitz getürmten Romanesco. Geschmacklich unterscheiden sie sich nur wenig, optisch bringen sie aber Abwechslung auf den Teller.
Wie viel wiegt ein Blumenkohl?
Ein handelsüblicher Kopf Blumenkohl wiegt mit Umblättern und Strunk meist zwischen 800 Gramm und 1,2 Kilogramm. Kleine Exemplare bringen es auf rund 600 Gramm, besonders große Köpfe können 1,4 bis 1,5 Kilogramm erreichen. Entscheidend fürs Rezept ist aber nicht das Bruttogewicht, sondern der essbare Anteil: Nach dem Entfernen von Blättern und Strunk bleiben nur etwa 45 bis 55 Prozent als verwertbare Röschen übrig.
| Größe / Teil | Gewicht (ca.) |
|---|---|
| Kleiner Kopf | 600-800 g |
| Mittlerer Kopf (Standard) | 800-1.200 g |
| Großer Kopf | 1.200-1.500 g |
| Essbarer Anteil (nur Röschen) | ca. 50 % des Kopfgewichts |
| Einzelnes Röschen | 15-25 g |
Als Faustregel rechnen wir bei einem mittleren Kopf von rund 1 Kilogramm mit etwa 450 bis 550 Gramm geputzten Röschen. Das reicht als Gemüsebeilage gut für drei bis vier Portionen. Wer Blumenkohl als Hauptzutat einplant, etwa für einen Auflauf, sollte pro Person rund 250 Gramm geputztes Gemüse ansetzen.
Nährwerte von Blumenkohl
Blumenkohl ist ausgesprochen kalorienarm: 100 Gramm roher, essbarer Anteil enthalten nur rund 23 Kilokalorien. Der Grund ist der hohe Wasseranteil von über 90 Prozent. Gleichzeitig liefert er mit knapp 3 Gramm pro 100 Gramm eine ordentliche Portion Ballaststoffe.
Bemerkenswert ist der Vitamin-C-Gehalt: Mit etwa 64 Milligramm je 100 Gramm zählt Blumenkohl zu den vitaminreicheren Gemüsearten. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Da das Vitamin hitzeempfindlich und wasserlöslich ist, geht beim Kochen ein Teil verloren. Wir garen den Blumenkohl deshalb gern kurz und schonend im Dampf statt ihn lange in viel Wasser zu kochen.
Die folgenden Werte sind Durchschnittsangaben und schwanken je nach Sorte, Anbau und Frische. Gegart fällt der Nährstoffgehalt etwas niedriger aus.
| Nährwert | je 100 g essbarer Anteil (roh) |
|---|---|
| Brennwert | 23 kcal / 95 kJ |
| Eiweiß | 2,5 g |
| Fett | 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 2,3 g |
| Ballaststoffe | 2,9 g |
| Kalium | 280 mg |
| Vitamin C | 64 mg |
| Folat | 52 µg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,3 g (12%)
- Eiweiß 2,5 g (46%)
- Kohlenhydrate 2,3 g (42%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Nährwertrechner.de: Blumenkohl roh
Saison und Herkunft
Blumenkohl aus deutschem Freilandanbau hat von Juni bis Oktober Hochsaison. In dieser Zeit sind die Wege kurz, die Köpfe besonders frisch und die Preise günstig. Wer regional und saisonal einkaufen möchte, greift also am besten im Sommer und Frühherbst zu.
Außerhalb dieser Monate stammt die Ware meist aus Gewächshäusern oder aus Importländern wie Frankreich, Italien und Spanien, sodass Blumenkohl praktisch das ganze Jahr erhältlich ist. Aus geschmacklicher und ökologischer Sicht lohnt sich die heimische Saisonware aber am meisten.
Einen praktischen Überblick, wann welches Gemüse aus deutschem Anbau verfügbar ist, bietet der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung.
Saison-Kalender
- Saison (Freiland)
- Lager / Import
- kaum verfügbar
Deutsche Freilandware hat von Juni bis Oktober Hochsaison. Außerhalb dieser Zeit stammt Blumenkohl aus dem Gewächshaus oder aus dem Import und ist ganzjährig erhältlich.
Einkauf und Lagerung
Frischen Blumenkohl erkennen Sie an fest geschlossenen, cremeweißen Röschen ohne braune Flecken. Die Umblätter sollten knackig und grün sein, nicht welk. Dunkle Punkte oder eine leicht grießige Oberfläche sind erste Anzeichen von Überlagerung. Ein kräftiger Kohlgeruch spricht ebenfalls gegen Frische, gut riecht ein junger Kopf nur dezent.
Zu Hause hält sich Blumenkohl im Gemüsefach des Kühlschranks ungewaschen und locker verpackt etwa drei bis fünf Tage. Am besten schmeckt er allerdings möglichst frisch, denn Vitamin C und Aroma bauen mit der Zeit ab. Wenn wir größere Mengen haben, blanchieren wir die Röschen kurz und frieren sie portionsweise ein. So bleiben sie mehrere Monate haltbar.
Kleiner Tipp aus unserer Küche: Die zarten inneren Blätter und der geschälte Strunk sind essbar und schade zum Wegwerfen. Klein geschnitten wandern sie bei uns mit in die Suppe oder in die Pfanne.
Blumenkohl richtig zubereiten
Vor dem Garen den Kopf von den Blättern befreien, den Strunk kappen und die Röschen herausbrechen. Ein kurzes Bad in kaltem Salzwasser vertreibt eventuell verstecktes Kleingetier aus den dichten Röschen. Danach abbrausen, fertig.
Zum Garen gibt es mehrere Wege. Klassisch wird Blumenkohl in wenig Salzwasser weich gekocht, das dauert je nach Größe der Röschen etwa 8 bis 15 Minuten. Schonender und aromatischer finden wir das Dämpfen, weil dabei weniger wasserlösliche Nährstoffe verloren gehen und die Röschen bissfester bleiben. Sehr beliebt ist bei uns auch das Rösten im Ofen: Mit etwas Öl, Salz und Gewürzen bei rund 200 Grad bekommt Blumenkohl eine nussig-röstige Note.
| Methode | Garzeit (ca.) |
|---|---|
| Kochen in Salzwasser | 8-15 Minuten |
| Dämpfen | 10-15 Minuten |
| Rösten im Ofen (200 Grad) | 20-30 Minuten |
| Ganzer Kopf im Ofen | 45-60 Minuten |
Übrigens lässt sich Blumenkohl auch roh essen, fein gehobelt oder geraspelt als "Blumenkohl-Reis" oder im Salat. Roh schmeckt er knackig und leicht kohlig. Wer empfindlich auf rohes Kohlgemüse reagiert, verträgt die gegarte Variante meist besser.
Romanesco und farbige Sorten
Der wohl auffälligste Verwandte ist der Romanesco mit seinen spitz zulaufenden, hellgrünen Türmchen in geometrischer Anordnung. Botanisch steht er zwischen Blumenkohl und Brokkoli und lässt sich genauso zubereiten. Sein Geschmack ist etwas feiner und leicht nussiger als der des weißen Blumenkohls. Bei uns hat er ebenfalls im Spätsommer und Herbst Saison.
Daneben gibt es grünen, violetten und orangefarbenen Blumenkohl. Die Farben stammen von natürlichen Pflanzenfarbstoffen, geschmacklich ähneln alle dem weißen Klassiker. Der violette Kopf verliert seine Farbe beim Kochen und wird grünlich, wer die Optik erhalten will, gart ihn nur kurz oder isst ihn roh. Auf dem Teller sorgen die bunten Varianten für Abwechslung, in der Küche behandeln wir sie genau wie gewöhnlichen Blumenkohl.
Häufige Fragen zu Blumenkohl
Wie viel wiegt ein Blumenkohl?
Wie viel geputzter Blumenkohl bleibt von einem Kopf übrig?
Wie viele Kalorien hat Blumenkohl?
Wann hat Blumenkohl aus Deutschland Saison?
Kann man Blumenkohl roh essen?
Quellen
- Nährwertrechner.de: Blumenkohl roh, Nährwerte je 100 g
- Bundeszentrum für Ernährung: Der Saisonkalender
- Hortipendium: Blumenkohl als Nahrungsmittel
- EAT SMARTER: Blumenkohl, Kalorien und Nährwerte
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.