Aubergine: Gewicht, Nährwerte, richtig garen
Eine mittelgroße Aubergine wiegt rund 340 Gramm. Die glänzend violette Eierfrucht gehört zu den Nachtschattengewächsen, kommt zu uns meist als Importware aus dem Sommer und schmeckt erst richtig, wenn sie gegart ist. Roh ist sie ungenießbar. Wir zeigen Ihnen, was in ihr steckt und wie Sie sie in der Küche zähmen.
Die Aubergine kurz vorgestellt
Die Aubergine (Solanum melongena) trägt viele Namen. Im Deutschen heißt sie auch Eierfrucht, was sich von den kleinen, weißen und tatsächlich eiförmigen Urformen ableitet. Botanisch ist sie eng mit Tomate, Paprika und Kartoffel verwandt, denn alle vier gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Und wie bei diesen Verwandten steckt der Genuss im Detail: roh mag man die Aubergine nicht, gegart entfaltet sie ihr weiches, mildes Aroma.
Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südostasien, von wo aus sie über Persien und den arabischen Raum nach Europa gelangte. Heute ist sie fester Bestandteil der mediterranen und orientalischen Küche, ob als Moussaka, Ratatouille, Baba Ghanoush oder gegrillt vom Blech. Bei uns in der Familie landet sie vor allem im Hochsommer regelmäßig in der Pfanne, weil sie sich so vielseitig kombinieren lässt.
Charakteristisch ist die glatte, glänzende Schale in tiefem Violett bis fast Schwarz. Es gibt aber auch weiße, gestreifte und längliche Sorten. Das Fruchtfleisch ist hell, schwammig und saugt beim Braten gern viel Fett auf. Genau das macht die richtige Zubereitung so wichtig, dazu später mehr.
Wie viel wiegt eine Aubergine?
Eine mittelgroße Aubergine wiegt im Durchschnitt etwa 340 Gramm, kleinere Exemplare bringen rund 220 Gramm auf die Waage, große bis zu 510 Gramm oder mehr. Weil die Größen je nach Sorte und Reife stark schwanken, sind das Richtwerte, die nach oben und unten gut um zehn Prozent abweichen können. Wer es genau braucht, wiegt am besten selbst nach.
| Größe | Gewicht pro Stück |
|---|---|
| Klein | ca. 220 g |
| Mittel | ca. 340 g |
| Groß | ca. 510 g |
| Halbe mittlere Aubergine | ca. 170 g |
| Viertel (eine Portion) | ca. 85 g |
Praktisch fürs Kochen: Eine mittlere Aubergine reicht bei uns gut für zwei Portionen als Beilage oder für ein Gericht für eine Person als Hauptzutat. Da die Frucht beim Garen Wasser verliert und zusammenfällt, sollten Sie eher großzügig einplanen. Aus 340 Gramm roher Aubergine wird gebraten deutlich weniger auf dem Teller.
Herkunft und Saison
Die Aubergine liebt Sonne und Wärme. In Deutschland gedeiht sie vor allem im Gewächshaus und im geschützten Freiland, wo sie ab dem Hochsommer geerntet wird. Die heimische Saison reicht ungefähr von Juli bis Oktober. Den großen Rest des Jahres deckt Importware, vor allem aus Spanien, den Niederlanden und Italien, wo die Frucht im warmen Klima oder unter Glas ganzjährig heranreift.
Wer Wert auf kurze Transportwege legt, greift im Spätsommer zur Ware aus deutschem Anbau. Außerhalb dieser Monate lohnt ein Blick auf die Herkunftsangabe. Aus Gewächshäusern in wintersonnenreichen Regionen wie Südspanien kommt sie ökologisch günstiger als aus beheizten Treibhäusern. Einen guten Überblick bietet der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung.
Saison-Kalender
- Saison (Freiland)
- Lager / Import
- kaum verfügbar
Heimische Ware wächst in Deutschland vor allem im Gewächshaus, das Angebot reicht schwerpunktmäßig von Juli bis Oktober. Den Rest des Jahres kommt Importware.
Nährwerte der Aubergine
Die Aubergine ist ein echtes Leichtgewicht unter den Gemüsen. Mit rund 17 Kilokalorien pro 100 Gramm liefert sie kaum Energie, denn sie besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Fett und Eiweiß sind nur in geringen Mengen vorhanden, der Kohlenhydratanteil ist niedrig. Dafür bringt sie Ballaststoffe mit, die zur Struktur des Fruchtfleischs beitragen.
An Mineralstoffen enthält sie unter anderem Kalium, dazu kleine Mengen Magnesium und etwas Vitamin C sowie Folat. Die Aubergine ist damit kein herausragender Nährstofflieferant, aber eine sattmachende, kalorienarme Zutat, die sich gut in eine abwechslungsreiche Küche einfügt. Der oft zitierte Fettgehalt der fertigen Gerichte stammt fast immer aus dem Brat- oder Grillöl, nicht aus der Frucht selbst.
Ein Hinweis zur Zubereitung mit Blick auf die Nährwerte: Das schwammige Fruchtfleisch saugt Öl regelrecht auf. Wer Kalorien sparen möchte, brät die Scheiben sparsam an, gart sie im Ofen oder bestreicht sie nur dünn mit Öl statt sie darin schwimmen zu lassen.
| Nährwert | je 100 g roh, essbarer Anteil |
|---|---|
| Wassergehalt | ca. 92 g |
| Ballaststoffe | ca. 2,8 g |
| Kalium | ca. 205 mg |
| Magnesium | ca. 13 mg |
| Vitamin C | ca. 5 mg |
| Folat | ca. 7 µg |
Woraus die Energie stammt
- Fett 0,2 g (11%)
- Eiweiß 1,2 g (29%)
- Kohlenhydrate 2,5 g (60%)
Angaben je 100 g, gerundet. Quelle: Aubergine, Nährwerte je 100 g (Wikipedia nach Souci-Fachmann-Kraut)
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Warum man Auberginen nicht roh isst
Rohe Auberginen sind nichts für den Teller. Als Nachtschattengewächs enthält die unreife und rohe Frucht Bitterstoffe, darunter Solanin, das in größeren Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Dazu kommt der herb-bittere, adstringierende Geschmack, der roh schlicht unangenehm ist und den Mund pelzig macht.
Die gute Nachricht: Reife, im Handel übliche Früchte enthalten nur wenig davon. Durch das Garen wird das schwammige Fruchtfleisch zart und der herbe Geschmack mild, deshalb kommt die Aubergine bei uns ausnahmslos gekocht, gebraten, gegrillt oder gebacken auf den Teller, ähnlich wie rohe Kartoffeln. Feste Früchte mit praller, glänzender Schale schmecken weniger bitter als überlagerte, schrumpelige.
Weiterführende Informationen zu Bitterstoffen und Solanin in Auberginen finden Sie im Wikipedia-Artikel zur Aubergine.
Salzen gegen Bitterstoffe und zu viel Öl
Ein alter Küchentrick, den wir bei kräftigen oder älteren Auberginen nach wie vor schätzen: das Salzen. Dazu die Frucht in Scheiben oder Würfel schneiden, großzügig mit Salz bestreuen und etwa 20 bis 30 Minuten ziehen lassen. Das Salz entzieht Wasser, mit dem ein Teil der Bitterstoffe austritt. Anschließend die Flüssigkeit abtupfen und die Aubergine bei Bedarf kurz abspülen und trocken tupfen.
Das Salzen hat noch einen zweiten Vorteil. Durch den Wasserverlust wird das schwammige Fruchtfleisch dichter und saugt beim Braten spürbar weniger Öl auf. Das Ergebnis ist eine goldbraune, nicht triefend fettige Aubergine. Bei modernen, milden Zuchtsorten ist das Entbittern oft gar nicht mehr nötig, gegen zu viel Öl hilft der Trick aber immer.
Beim Braten gilt: lieber eine beschichtete Pfanne und Geduld als eine Ölschwemme. Wir bestreichen die Scheiben gern nur dünn mit Olivenöl und geben sie dann in den heißen Ofen. So bleibt der Eigengeschmack erhalten und das Gericht wird nicht zu schwer.
Einkauf und Lagerung
Beim Einkauf achten wir auf eine straffe, glänzende Schale ohne braune Druckstellen und Falten. Die Frucht sollte sich fest anfühlen und auf leichten Druck nur wenig nachgeben. Der grüne Kelch am Stielansatz gibt ebenfalls Auskunft: Ist er frisch und leicht feucht, wurde die Aubergine noch nicht lange geerntet. Eine leichte Frucht im Verhältnis zur Größe spricht für viele Kerne und reifes Fruchtfleisch.
Auberginen mögen es nicht zu kalt. Im Kühlschrank leiden sie schnell unter Kälteschäden, die Schale bekommt dann braune, weiche Stellen. Am besten lagern Sie die Frucht bei rund 10 bis 13 Grad an einem kühlen, aber nicht kalten Ort, etwa in der Speisekammer. Dort hält sie sich einige Tage. Getrennt von Äpfeln und Tomaten aufbewahren, denn deren Reifegas lässt die Aubergine schneller altern.
Auberginen in unserer Küche
Kaum ein Gemüse ist so wandelbar. Wir schneiden Auberginen in Scheiben und legen sie mit Olivenöl und Kräutern aufs Backblech, würfeln sie für eine Ratatouille zusammen mit Zucchini und Paprika oder schichten sie mit Tomatensauce und Käse zu einer Auberginen-Lasagne. Besonders gern mögen wir sie gegrillt, weil die Schale dann leicht rauchig schmeckt.
Ein Klassiker aus der orientalischen Küche ist Baba Ghanoush, ein Dip aus gegarter, pürierter Aubergine mit Sesampaste, Knoblauch und Zitrone. Dafür wird die ganze Frucht so lange gebacken oder gegrillt, bis die Schale schwarz und das Innere ganz weich ist. Das verleiht dem Dip sein typisches, leicht rauchiges Aroma.
Wichtig ist bei allem: Die Aubergine braucht ausreichend Hitze und Zeit, damit das Fruchtfleisch wirklich weich wird. Halbgar schmeckt sie zäh und leicht bitter, richtig durchgegart dagegen cremig und mild. Wer das einmal verinnerlicht hat, wird die violette Frucht kaum noch aus der Sommerküche verbannen wollen.
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Häufige Fragen zu Aubergine
Wie viel wiegt eine mittlere Aubergine?
Kann man Auberginen roh essen?
Muss man Auberginen vor dem Braten salzen?
Wann haben Auberginen in Deutschland Saison?
Wie lagert man Auberginen richtig?
Quellen
- Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE)
- Auberginen-Saison im Alnatura Saisonkalender
- Aubergine: Nährwerte und Warenkunde (Wikipedia)
- Gewicht von Auberginen (personenwaage-online.de)
Nährwerte sind Durchschnittswerte und variieren je nach Sorte und Herkunft. Stand: 20.07.2026.